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Getrennte Wege: Die Jakobmayer-Wirte Barbara Karl (2. v. l.) und Uwe Guggenberger (l.) hören auf. Bürgermeister Heinz Grundner (r.) setzt auf ein neues Konzept; hinten Stadtkämmerin Maria Bauer.

Pächterwechsel im Jakobmayer

Neue Wirtin soll Gaststätte beleben

Dorfen - Pächterwechsel im Jakobmayer. Nichtöffentlich wurde im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates beschlossen 2017 mit einem neuen Pächter und verändertem Konzept zu starten. Spätestens bis April soll eine neue Wirtin die Jakobmayer-Gaststätte übernehmen.

Der Erfolg des Dorfener Kulturzentrums Jakobmayer ruht auf drei Säulen: Saal, Kino und Gaststätte. Saal und Kino funktionieren bestens seit der Wiedereröffnung am 11. November 2011. Ein kontinuierliches Konzept für die Wirtschaft gibt es dagegen noch immer nicht. Nach nur fünf Jahren gibt es jetzt bereits den zweiten Pächterwechsel. Anfang 2017 soll eine neue Wirtin die Gastronomie übernehmen, hat Bürgermeister Heinz Grundner auf Nachfrage der Heimatzeitung bestätigt. Derzeit sei man noch „in Vertragsabstimmung“.

Die Gastronomie startete 2011 mit großen Erwartungen. Sun Riemer war der erste Jakobmayer-Wirt nach der Wiedereröffnung. Der gelernte Koch aus Bodenkirchen versuchte mit neuem Konzept und vor allem spanischer Küche zu überzeugen, weil es die in Dorfen noch nicht gab (und immer noch nicht gibt). Riemer konnte seine Ideen wirtschaftlich nicht umsetzen und gab auf.

Im April 2014 folgten Barbara Karl und Uwe Guggenberger, die zuvor den Gutsgasthof Thambach geführt hatten. Nach knapp zwei Jahren jetzt ist auch für das Wirtepaar schon wieder Schluss. Sie hatten bereits vor etwa zwei Monaten von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht und kündigten ihren Pachtvertrag mit der Stadt zum Ende des Jahres, erklärten die beiden auf Nachfrage. Sie hätten aber nicht unbedingt aufhören wollen, sondern wollten aus wirtschaftlichen Gründen veränderte Pachtkonditionen. So hätten sie gerne den Getränkeverkauf, zumindest bei städtischen Veranstaltungen, im Saal mit übernommen.

Der Jakobmayer sei „nicht einfach“ zu führen, erklärt Guggenberger. Er habe den Eindruck, dass sein Gastronomiebetrieb gerade in den letzten beiden Monaten mit seinem Restaurant-Konzept mit gepflegter Küche ökonomisch „die Kurve hin kriegt“. Aber bei der Stadt wolle man künftig wohl ein anderes Gastro-Konzept.

Guggenberger habe sich nach seiner Kündigung auch wieder als Pächter beworben. „Inoffiziell“ wisse man aber längst auch von dem Beschluss der Stadt, dass es mit ihnen nicht mehr weiter gehen werde. Seit der Kündigung habe das Paar „bis letzten Sonntag“ von der Stadt „kein Wort mehr gehört“. Ein „sonderbares Verhalten“, denn man sei ja immer noch Pächter. Der Umgang sei „enttäuschend“. Es gebe ja noch einiges zu besprechen, etwa wie die Übergabe ablaufen soll. Guggenberger würde gerne noch wenigstens „den Januar mitnehmen“.

Grundner bestätigte auf Anfrage, dass es nach der Kündigung der aktuellen Pächter erst diese Woche wieder Kontakt gegeben habe. Der Jakobmayer war ausgeschrieben worden, wobei das Konzept einer Pächterin „überzeugte“. Jetzt sei man „in Vertragsabstimmung“. Die Bewerberin komme aus dem Landkreis. Sie habe „Verbindungen zu Dorfen“, kenne den Jakobmayer und „komme aus der Gastronomiebranche“. Das Konzept wolle die Pächterin selbst vorstellen. Sie habe „a bisserl einen anderen Ansatz“. Vor allem die Öffnungszeiten am Abend sollen sich wieder verlängern. Zu frühe Schließungszeiten waren zuletzt ein Kritikpunkt. Die Bewirtung im Saal bleibe wie bisher geregelt. Nächste Woche sollen Details der Übergabe mit Guggenberger vereinbart werden, so dass es möglichst keinen langen Leerlauf gebe.

Hermann Weingartner

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