Am Marienstift

Neuer Kindergarten beim Altenheim

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Dorfen - Die Stadt Dorfen will eine weitere Kindertageseinrichtung bauen. Der Neubau soll in der Nähe des Altenheim Marienstift entstehen.

Die Stadt betreibt in eigener Trägerschaft neun Kinderbetreuungseinrichtungen. Plätze gibt es für das ganze Spektrum – vom achtmonatigen Baby bis zu 12-Jährigen. An die 600 Kinder werden in Kitas der Stadt betreut. Doch die Plätze werden immer rarer. Jetzt will die Stadt eine weitere Kita bauen – mit gut 50 Krippen- und Kindergartenplätzen. Entstehen soll der Neubau auf einem 1700 Quadratmeter großen Areal der Stadt in der Nähe des städtischen Alten- und Pflegeheimes Marienstift. Der Bauausschuss des Stadtrats hat dazu den Bebauungsplan „Am Marienstift“ geändert.

Nachbarn rund um die geplante Kita sind allerdings von den Plänen der Stadt nicht so begeistert. Insbesondere wird eine Zunahme der Verkehrsproblematik am Ruprechtsberg im Bereich des Marienstift befürchtet. So gebe es auf der B 15 an der Abzweigung zum Altenheim keine Abbiegespur. Schon jetzt würden sich dadurch immer wieder Staus bilden, vor allem durch den morgendlichen Verkehr zum Schulzentrum sowie bei Gottesdiensten und Beerdigungen, schreibt ein Anwohner. Ein weiterer Nachbar hält es „für nicht sinnvoll, dass man in ein Nadelöhr freiwillig die ohnehin schlechte Verkehrssituation noch verschärft“. Der zweite Zugang von der Arteserstraße her führe über mindestens 30 Treppen, „keine Chance für Kinderwägen, Roller oder Fahrräder“, urteilt der Nachbar. Er schlägt deshalb vor, die Kinderkrippe in eines der Neubaugebiete zu verlegen.

Die Bauausschussmitglieder sahen in den privaten Einwendungen aber keinen Hinderungsgrund für dien Bau der Kita am Marienstift. Die angesprochenen Verkehrsbehinderungen zu den Bring- und Abholzeiten oder bei Gottesdiensten seien zwar gegeben, jedoch stellten sie keinen Hinderungsgrund dar, wertet die Rathausverwaltung. Der Standort der Kita sei in fußläufig erreichbarer Nähe des geplanten Baugebietes Dorfen Nord-West. Andere Standorte für die Kita seien geprüft worden. Der jetzt festgelegte Standort sei aber vom Stadtrat aufgrund der günstigen Lage und der Grundstücksverfügbarkeit ausgesucht worden.

Ob die neue Kita auch von der Stadt betrieben wird, ist unklar. Nach Möglichkeit soll ein freier Träger gefunden werden.

Rubriklistenbild: © Reinhard Kurzendörfer

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