Seraphisches Liebeswerk

Neuer Kindergarten im Kloster Moosen

Die Armen Schulschwestern in Kloster Moosen freuen sich auf eine neue Kindergartengruppe unter der Trägerschaft der Stiftung Seraphisches Liebeswerk Altötting (SLW). Damit kommt wieder mehr Leben ins Kloster

Dorfen – Seit nunmehr 155 Jahren erziehen die Ordensfrauen in Kloster Moosen Kinder und Jugendliche. Am 1. September wird dort der neue SLW-Kindergarten starten. Das erklärten bei der Projektvorstellung SLW-Vorstand Johannes Erbertseder und Martin Hagner, Gesamtleiter der SLW-Einrichtung Josefsheim Wartenberg, vor mehreren Eltern. Der neue „Kindergarten Kloster Moosen“ werde „die erste Außenstelle des Josefsheim Wartenberg“.

Zunächst starte man im Erdgeschoss mit einer Regelkindergartengruppe, sagte Hagner, „Kloster Moosen soll aber zu einem integrativen Haus für Kinder entwickelt werden“. Im Laufe des Schuljahres 2018/19 werde dann im Obergeschoss über dem Kindergarten eine heilpädagogische Kinderwohngruppe eingerichtet und betrieben. Der Bedarf sei da. Derzeit sei man dabei, die nicht einfachen, rechtlichen Voraussetzungen, Logistik und Organisation zu schaffen. Die räumlichen Bedingungen und das Umfeld im Kloster seien „ideal“ für ein inklusives Kinderhaus. Der Ansatz des SLW sei, dass normale Kinder und Kinder mit Förderbedarf oder anderen Handicaps „nicht separiert“ werden, betonten Ebertseder und Hagner.

Jetzt gehe aber erst einmal der Kindergarten mit einer Gruppe bis zu 25 Kindern in Betrieb, sagte Hagner. Er habe die Leitung, sei aber nicht immer vor Ort. Die Gruppe werden von einer Erzieherin und Kinderpflegerin betreut, die demnächst noch eingestellt werden. Weil es ein Neuanfang sei, könnten sich jetzt Eltern bei Aufbau und Planung stark mit Betreuungswünschen einbringen. Da gehe es etwa um Bring- und Holzeiten, Mittagsverpflegung oder Integrationsplätze. Die Konzeption im Kindergarten orientiere sich an „einer christlichen Grundausrichtung“, betonte Ebertseder. Das bedeute aber nicht, dass nur Kinder von Eltern mit christlicher Konfession aufgenommen werden: „Wir sind weltoffen für alle Kinder.“

Wer sich jetzt anmeldet, habe „eine garantierten Platz“, versicherte Hagner. Einige Plätze seien noch frei. Beim Bedarf stimme man sich eng mit der Stadt Dorfen ab, die mit der Stiftung des SLW im Juni eine Trägervereinbarung geschlossen habe. Zum Betrieb erklärte Hagner, es gebe eine Kernzeit von 8.30 bis 12.30 Uhr. Die Kinder dürfen aber schon deutlich früher gebracht werden und können auch nach Mittag länger bleiben. Bei den Bring- und Holzeiten werde man sich so weit wie möglich am Bedarf der Eltern orientieren.

Die großzügigen Räumlichkeiten mit rund 150 Quadratmetern werden derzeit eingerichtet und ausgestattet, berichtete Hagner. Es stehen ein Ruhe- und Schlafraum, ein Spiel- und Bewegungszimmer mit Essbereich sowie ein Turnraum zur Verfügung. Eine Besonderheit sei die idyllische und ruhige Lage des Klosters mit einem großen Freigelände und Spielplatz.

Das Kinderheim der Armen Schulschwestern in Kloster Moosen war Ende 2016 aufgelöst worden. Der Kinderhort bleibt aber weiter bestehen.

Hermann Weingartner

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