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Tiefgründige Rede: Der CSU-Kreisvorsitzende Landrat Martin Bayerstorfer. 

CSU-Neujahrsempfang

„Nicht an den Grundwerten unserer Gesellschaft rütteln“

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Der CSU-Kreisvorsitzende Landrat Martin Bayerstorfer hat die Bürger zu Zufriedenheit und Zusammenhalt aufgerufen.

Dorfen– Im Landkreis könnten die Menschen „positiv und mit Zuversicht in die Zukunft blicken, weil wir hervorragende Bedingungen haben“, sagte Bayerstorfer beim Neujahrsempfang der Dorfener CSU am Sonntagabend im Jakobmayer-Saal vor Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kirche, öffentlichem Leben und Vereinen. In einer tiefgründigen Rede bedauerte Bayerstorfer, „dass wir es so schnell vergessen, was bei uns in einer freiheitlichen Demokratie alles möglich ist und was wir alles an Errungenschaften haben, was gar nicht so weit weg durchaus nicht selbstverständlich ist.“ Der CSU-Kreisvorsitzende nannte als Beispiel die medizinische Versorgung und die Bildung.

Ärztliche Versorgung, wie sie bei uns in Deutschland für alle angeboten werde, sei in anderen Ländern nur bedingt oder gar nicht vorhanden. Selbst in vielen europäischen Ländern müssten Patienten „erst Geld auf den Tisch legen“, um behandelt zu werden. Natürlich könne und müsse man auch bei uns im Land im Gesundheitssystem noch einiges verändern, „aber wir haben einen unglaublich hohen Standard erreicht“. Auch im Bereich Bildung stehe Deutschland an führender Stelle. Alleine im Landkreis gebe der Kreis jeden Schultag für Betrieb und Unterhalt der Schulen über 50 000 Euro aus. Darin seien die Kosten für die Lehrkräfte nicht enthalten. 90 Prozent der Weltbevölkerung hätten „so einen Luxus nicht, der bei uns selbstverständlich ist“.

Bayerstorfer warb dafür, „nicht an den Grundwerten unserer Gesellschaft, an dem was es ausmacht, dass wir so erfolgreich sind, zu rütteln“. Gleichwohl warnte der Landrat vor der Haltung, am besten sei es, „wenn alles so bleibt wie es ist, weil es uns so gut geht“. Bayerstorfer. „Wenn wir das morgen und übermorgen auch noch haben wollen, dann müssen wir jetzt dafür die politischen Entscheidungen treffen.“ Jeder einzelne müsse bereit sein, „Veränderungen anzunehmen, sich den Herausforderungen zu stellen“. Wer Zukunft als Gegenwind empfinde, „marschiert in die falsche Richtung.“ In die richtige Richtung bewege sich, „wer mit Mut, mit Besonnenheit, mit Engagement, mit Leidenschaft für unsere Werte einsteht.“ Gemeinschaft, Identität, Heimat, das mache unsere Gesellschaft aus. „Und da haben wir einen unglaublichen Schatz“, betonte Bayerstorfer.

Zuvor hatte der CSU-Ortsvorsitzende Bürgermeister Heinz Grundner dafür geworben, „den Spagat zu schaffen, an unseren Wurzeln und unseren Traditionen festzuhalten, und diese mit den Anforderungen unserer Zeit zu verbinden.“ Das bedeute, „im besten Sinne konservativ zu handeln“. Die CSU werde sich weiter dafür einsetzen, „unsere Stadt, unsere Region lebenswert zu gestalten“. Grundner warten vor politischen Gruppierungen, deren nach außen kolpotiertes Weltbild Toleranz und Solidarität verspreche, aber da abrupt ende, „wo die Ziele und Vorstellungen anderer nicht den eigenen Ideologien entsprechen“. Ein harmonisches Zusammenleben könne nicht gelingen, wenn dies ausschließlich durch Restriktionen und Bevormundung versucht werde. ANTON RENNER

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