Stadtrat Dorfen

Lob für Figl und die Nikolai-Stiftung

Dorfen - Die Nikolai-Stiftung steht auf einem grundsoliden Finanzfundament. Dies betonte Referent Johann Selmair im Dorfener Stadtrat. Mit den Erträgen der Stiftung werden Bedürftige unterstützt.

Bei seinem Rechenschaftsbericht im Stadtrat stellte Nikolai-Stiftungsreferent Selmair (LDW) die sozialen Projekte der mildtätigen, städtischen Nikolai-Stiftung vor. Zunächst aber lobte er die Arbeit des scheidenden Geschäftsführers und Forstexperten der Stadtwerke, Karl-Heinz Figl, im Nikolai-Stiftungswald Seit 2009 bewirtschaftet das hundertprozentige Tochterunternehmen nach einem Kooperationsvertrag für die Stadt Dorfen das Nikl-Holz.

Figl habe „fachlich hervorragende Arbeit“ im Nikolai-Wald geleistet, betonte Selmair. Die ausgezeichnete Arbeit der Vorgänger beim Waldumbau ließ er jedoch unerwähnt. Nachdem der Geschäftsführervertrag mit Figl nicht mehr verlängert wurde (wir berichteten), muss auch die fachliche Bewirtschaftung des Nikolai-Waldes ab 2017 neu geregelt werden, sagte Selmair. Im Gespräch sei man mit dem Vorsitzenden der Waldbesitzervereinigung (WBV) Erding, Rainer Mehringer.

Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) ergänzte, die WBV werde sich für den Auftrag „wohl bewerben“. Er ließ keinen Zweifel daran, dass der Stiftungswald auch künftig, etwa durch die WBV, waldbaulich sach- und fachgerecht wie bisher betreut werde. In der WBV-Geschäftsführung sind zwei Försterinnen tätig.

Referent Selmair wies auf das grundsolide Finanzfundament der schuldenfreien Stiftung mit einem überdurchschnittlichen Eigenkapital hin. Erträge erziele die Stiftung unter anderem aus dem Holzeinschlag im Nikolai-Wald. Seit Jahren erfolge aber auch eine Umstrukturierung des Kapitals mit verstärkten Investitionen in Immobilien und Grundstücke. Tätig sei die Stiftung auch im sozialen Wohnungsbau in der Stadt, zuletzt am Richard-Wagner-Ring. Ein weiteres Sozialwohnungsbauprojekt sei derzeit in Kloster Moosen in Planung.

Selmair berichtete auch noch kurz über das mildtätige Wirken der Stiftung. So wird alljährlich eine Weihnachtsbeihilfe von rund 160 Euro sowie ein „Bildungszuschuss“ für bedürftige Dorfener gewährt. Die Stiftung habe außerdem die Trägerschaft der Tafel Dorfen übernommen und unterstütze finanziell die Flüchtlingshilfe.

Einen kurzen Bericht gab auch noch Jugendreferentin Michaela Meister (SPD). Auch in ihrer zweiten Amtsperiode als Jugendreferentin mache „das vielfältige Referat noch Spaß“. Meister sehe sich vor allem als Vermittlerin, die Interessen der Jugendlichen zu vertreten und im Stadtrat zu Gehör zu bringen. Dazu pflege sie viele Kontakte zu den unterschiedlichsten Jugendgruppen. Als Jugendreferentin sei Meister an zahlreichen Aktionen beteiligt oder habe sie unterstützt, wie etwa Jugendforen, Aktion Ferienspaß, „Markt der Möglichkeiten“, Inklusionstag, Jugendkulturtag, diverse Open-Airs des Jugendzentrums oder auch das Skolgarden sowie aktiv im Arbeitskreis Kinder- und Jugendarbeit. Und als „wichtige Info-Broschüre“ gebe es für Familien „Dorfen gut drauf“.

Hermann Weingartner

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