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Ilse Aigner als Femme Fatale: So war Angela Aschers Rolle 2016 beim Singspiel auf dem Münchner Nockherberg angelegt. Auch heuer wird sie in die Rolle der Ministerin schlüpfen. Mehr verrät Ascher aber nicht.

Singspiel auf dem Nockherberg 

Ascher ist Aigner: Alles andere geheim

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Im Probenstress ist derzeit Angela Ascher. Die Dorfener Schauspielerin ist auch heuer im Singspiel beim Starkbieranstich auf dem Nockherberg dabei. Und sie hat noch ein anderes Projekt am Laufen.

DorfenWenn die Fastenzeit beginnt, dann startet auch die Starkbiersaison mit diversen Festen nebst dazugehörigem Derbleckn. Der bekannteste Starkbieranstich findet alljährlich auf dem Nockherberg in München statt, in den Räumen der Paulaner Brauerei. Fastenpredigt und Singspiel stehen auf dem Programm – mit im Ensemble ist seit einigen Jahren Angela Ascher.

2011 war die Dorfenerin zum ersten Mal dabei, damals noch als Double der damaligen Staatsministerin Christine Haderthauer. Mittlerweile spielt Ascher beim Singspiel Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, „und das ist auch heuer so“, erzählt sie. „Mehr darf ich aber nicht verraten.“ Die genaue Handlung beim Singspiel ist nämlich ein streng gehütetes Geheimnis. Außerdem wird ständig am Text gefeilt, aktuelle Geschehnisse werden kurzfristig eingearbeitet. Ist das nicht schwierig, wenn sich dauernd der Text ändert? „Nein, das muss man als Schauspielerin können“, sagt Ascher. „Auch wenn das natürlich etwas ganz anderes ist, als beim Drehen.“

Zuletzt war Ascher in verschiedenen Fernsehproduktionen zu sehen, wie zum Beispiel Notruf Hafenkante, Wasserpolizei Bodensee, Soko oder bei Dahoam is dahoam. Jetzt aber arbeitet sie an einem eigenen Comedy-Programm. „Das ist wieder eine ganz andere Disziplin“, weiß sie. „Mich haben früher schon mehrere Leute angesprochen, dass ich sowas machen sollte. Jetzt probier ich’s.“

Woher der plötzliche Entschluss kam? „Im Grunde genommen bist du als Schauspieler in einer blöden Position“, sagt die 40-Jährige. „Du gehst zum Casting und wartest darauf, dass du die Rolle bekommst – du hast es nicht selbst in der Hand.“ Ein Schlüsselerlebnis hatte sie im Herbst 2015, „als mir an einem Tag drei Rollen weggebrochen sind“. Da war klar: „Jetzt mache ich Comedy.“

Sie freue sich auf diese neue Herausforderung, erzählt sie begeistert. Noch dazu, wo sie einen „tollen Autor“ gefunden habe. Besagter Autor ist Thomas Lienenlüke, der auch beim Nockherberg Chefautor ist. In „Ascher Angie und das pure Leben“ soll es um das Leben mit Kindern gehen, aber auch um die weniger braven Seiten des fraulichen Daseins, wenn die Kleinen erst mal aus dem Gröbsten heraus sind. Ihren ersten TV-Auftritt als Comedienne hat die Dorfenerin am 30. März beim Schlachthof im Bayerischen Fernsehen.

Diesem Termin fiebert sie zwar schon sehr entgegen, aber erst einmal ist der Nockherberg angesagt. Am Dienstag ist Generalprobe, am Mittwoch die Aufführung, „auf die ich mich schon wieder richtig freue“. Übertragen wird das Spektakel ab 18.30 Uhr im Bayerischen Fernsehen.

Am Donnerstag geht es für Angela Ascher dann gleich zu ihrem Mann und den beiden Kindern nach Kambodscha, ehe sie eine Woche später schon wieder zurück nach Bayern fliegt. Normalerweise lebt die gebürtige Dorfenerin mit ihrer Familie in Wien. Ihr Mann, der bei der UNO beschäftigt ist, war aber jetzt einige Zeit in Kambodscha tätig, „und das ist schon ein Stress, immer hin und her zu fliegen“. Aber ein Ende ist abzusehen, „und bald muss ich nicht mehr zwischen Kambodscha und Dorfen pendeln, sondern wieder zwischen Wien und Dorfen“. Und dann soll natürlich auch irgendwann ein Comedy-Auftritt in ihrer Heimat folgen.

Hier erfahren Sie, wie Sie das Derblecken auf dem Nockherberg live im TV und im Stream verfolgen können.

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