Michael Oberhofer ist Sprecher der CSU-Stadtratsfraktion.

Freizeitangebote

Oberhofer: CSU muss größer denken

Gut im Soll sieht CSU-Fraktionschef Michael Oberhofer die Konservativen in Dorfen. Bei einer CSU-Veranstaltung zog Oberhofer Halbzeitbilanz der Stadtratsarbeit.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – In der Jahreshauptversammlung der Christsozialen forderte der CSU-Fraktionssprecher dazu auf, die Vereine und Aktivitäten junger Bürger zu unterstützen. Auch „Arbeitsaufträge“ für seine Partei hatte er: „Mehr Parteiveranstaltungen und den Neujahrsempfang wieder zu machen sowie noch mehr in die Breite gehen und noch mehr die Menschen mitnehmen. Wenn das nicht klappt, haben wir ein Problem in drei Jahren bei den Kommunalwahlen“.

Die Infrastruktur im Bereich Freizeitangebote für Jugendliche und junge Erwachsene sieht Oberhofer als teilweise veraltet und verbesserungsbedürftig. In Dorfen sei die Infrastruktur aus den 80er Jahren in vielen Bereichen genau da stecken geblieben. Dazu nannte er die Infrastruktur der Vereine und exemplarisch den TSV Dorfen. Der größte Sportverein der Stadt habe sich damals eine Infrastruktur geschaffen, die der Einwohnerzahl und Bedürfnissen der 80er Jahre gerecht wurde. Der TSV platze inzwischen aus allen Nähten habe als Erweiterung eine „Hundewiese“ als dringend notwendigen Trainingsplatz. Immerhin ein Fortschritt, so Oberhofer ironisch. „Als Fraktion, als CSU, als Ortsverband“ sei man gefordert „da etwas größer zu denken, etwa wo könnten unsere Sportstätten sein“, forderte Oberhofer seine Parteikollegen auf.

Ob Eishockey, Tennis oder Fußball, die Stadt sei gewachsen und jetzt in der Verantwortung. Diese Infrastrukturgeschichten „ist was, was die Menschen als Lebensqualität wahrnehmen“. Vereine alleine können Anpassungen an die veränderte Situation oft nicht leisten. Da müsse es einen Schulterschluss mit der Stadt geben. „Da müssen wir, groß denken dürfen, müssen“ und möglichst schnell Lösungen finden.“

Als „absurd“ bezeichnete Oberhofer, dass Bewerber im Einheimischen-Modell der Stadt mit einem sechsstelligen Einkommen ein finanziell gefördertes Grundstück bekommen können, „weil andere Faktoren drin sind“. Er vergönne das den Leuten, „aber es ist schlicht falsch“. Da stehe man vor „ganz großen Herausforderungen“, dieses vor zehn Jahren nicht schlechte Fördermodell jetzt auf neuesten Stand zu bringen. Der Ortsverband müsse dabei das Soziale sehr deutlich betonen. Wie das gehen soll, da sei man gefordert.

Seniorentanz sei wichtig, aber auch Jugendveranstaltungen seien wichtig, schnitt Oberhofer auch das Thema Jugend an. Dazu habe ihn sein 17-jähriger Sohn animiert. „Ihr müsst was für Jugend machen.“ Veranstaltungen wie das Skolgarden-Festival oder Jugendzentrums-Feste müssten möglich sein. Wenn wir junge Menschen dazu bringen wollen, sich im Gesellschaftsleben einzubringen, müssen wir sie dabei unterstützen, forderte Oberhofer.

Das Dorfener Jugendzentrum (JZ) war bekanntermaßen früher vielen Konservativen in Dorfen ein Dorn im Auge. Auch Oberhofer räumte ein, vor zehn Jahren habe er gesagt, sein Sohn sollte einmal nicht ins JZ gehen. Der Fraktionschef hat aber jetzt seine Meinung „revidiert“, wie er sagte. Die JZ-Mannschaft mache das „jetzt gut“ und auch die Skolgarden-Sachen „sind gut“. Wenn junge Leute aktiv sind und für andere jungen Leute was machen, so müsse man das als Partei, als CSU als Stadt unterstützen, sagte der Fraktionschef. Das heiße aber nicht, „dass sie alles machen dürfe was sie wollen“.

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