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Ohne Rücksicht auf zerbrechliche Kinderseelen

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Von: Anton Renner

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In der Flüchtlingsunterkunft in Lindum gibt es nicht mal mehr einen Spielplatz für die Kinder. Die Regierung von Oberbayern hat diesen Abbauen lassen. Diese und andere Maßnahmen sind ein Skandal, meint Redakteur Anton Renner.

Wie war das mit der Liberalitas Bavariae? Der Begriff steht in Bayern für Weltoffenheit, Toleranz und Großherzigkeit. Kurzum für Leben und leben lassen. In der Regierung von Oberbayern scheint bei den Verantwortlichen für die Flüchtlingsunterkünfte diese bayerische Lebensgrundlage nicht bekannt zu sein. Die knallharte Haltung der Regierung in der Flüchtlingsunterkunft in Lindum ist schlichtweg ein Skandal.

Mehrköpfige Familien müssen oft in nur einem Raum zusammenleben, Zimmer an Zimmer mit jungen Männern. Die Zimmer sind mit Betten oft so vollgestellt, dass es schwer ist, durchzukommen. Privatsphäre gibt es keine, Rückzugsmöglichkeiten allenfalls im Freien. Für Kinder ist in Ruhe lernen oder spielen nicht möglich. Und dann hat man den Kleinen auch noch den Spielplatz genommen. Das zeugt alles andere als von Liberalitas Bavariae, das ist nichts anderes, als den Flüchtlingen das Leben in Deutschland so unangenehm wie möglich zu gestalten. Wen wundert es da, dass der Frust unter den Asylbewerbern täglich steigt?

Was geht in den Köpfen der Verantwortlichen vor? Will man zeigen, dass die Hetze rechter Gruppierungen nicht stimmt, dass es den „Goldstücken“ bei uns so gut geht? Oder sitzen in der Regierung selbst Verantwortliche mit einem Faible für rechte Gesinnung? Man kann, ja muss sich mit der Flüchtlingsproblematik durchaus kritisch auseinandersetzen. Aber Kinder dürfen keinesfalls darunter leiden oder Mittel zum Zweck werden. Ihre Seelen sind sehr zerbrechlich. Kinder so aufwachsen zu lassen, bedeutet bewusst sozialen Sprengstoff zu produzieren.

>> Hier der Bericht zum Kommentar

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