Pfarrer Janusz Gadek und das Dorfener Seelsorgeteam haben einen Osterbrief an die Gläubigen geschrieben.
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Worte der Erlösung sprach Pater Janusz Gadek noch am Karfreitag 2019 in Dorfen. Heuer wird es keinen öffentlichen Gottesdienst geben.

„Als Gemeinschaft verbunden“

Osterbrief der Pfarrei Maria Dorfen zur Karwoche

Pfarrer Janusz Gadek und das Dorfener Seelsorgeteam haben einen Osterbrief an die Gläubigen geschrieben.

DorfenDie Karwoche ist im christlichen Kirchenjahr die letzte Woche der Fasten- oder Passionszeit und damit die Woche vor Ostern. Sie beginnt heuer am Sonntag, 5. April. Wegen der Ausgangsbeschränkungen können keine Gottesdienste gefeiert werden. Pfarrer Janusz Gadek und das Dorfener Seelsorgeteam mit Pfarrer Konrad Mühlbauer, Geistlichem Rat Johann Wieser und Pastoralreferentin Renate Emehrer haben daher einen Osterbrief an die Gläubigen geschrieben.

„Liebe Schwestern und Brüder, liebe Dorfener Bürger, als vorerst alle öffentlichen Gottesdienste bis zum 3. April abgesagt wurden, haben wir gehofft, dass wir vor der Karwoche einen Kirchenanzeiger vorbereiten können, in dem wir alle zum gemeinsamen Osterfest einladen werden.

Die Realität sieht aber ganz anders aus. In den Zeitungen, in denen immer verschiedene kirchliche Termine zu lesen waren, findet man nichts. Auch unser Kirchenanzeiger erscheint vorläufig nicht. Erstens, weil in der Karwoche in unseren beiden Pfarrkirchen (Dorfen und Oberdorfen) keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden. Anderseits sollte niemand durch die Austeilung unseres Kirchenanzeigers gefährdet werden. Es stehen uns nur unsere Internetseite und diesmal auch die Zeitungen zur Verfügung.

Die ganze Karwoche und vor allem die drei österlichen Tage vom Leiden, Tod und von der Auferstehung des Herrn (Triduum Paschale) bilden den Zentralpunkt des kirchlichen Jahres. An diesen Tagen feiern wir unsere Erlösung. Gottes Sohn aus Liebe zu uns ist Mensch geworden, hat für uns gelitten, ist gestorben und am dritten Tag auferstanden. Das sind Kernereignisse unseres Glaubens.

Auch wenn wir nicht gemeinsam in unseren Kirchen die Kar- und Osterwoche feiern dürfen, bleiben wir als Gemeinschaft verbunden. Es wäre auch eine gute Gelegenheit, neu zu entdecken, dass wir als Erzdiözese München und Freising eine Ortskirche sind; dass nach der Lehre der Kirche alle Gottesdienste immer in der Verbundenheit mit dem Ortsbischof gefeiert werden.

Unser Erzbischof Kardinal Reinhard Marx wird die Gottesdienste der Karwoche im Münchner Dom für uns feiern: am Palmsonntag um 10 Uhr; am Mittwoch um 17 Uhr die Chrisam-Messe; am Gründonnerstag um 19 Uhr die Messe vom letzten Abendmahl; am Karfreitag um 15 Uhr die Feier vom Leiden und Sterben Christi; am Samstag um 21 Uhr die Osternacht um am Sonntag um 10 Uhr den Osterfestgottesdienst.

Diese Gottesdienste werden nicht öffentlich zugänglich sein, aber unser Erzbischof lädt zur Mitfeier mittels Liveübertragung im Internet auf der Seite www.erzbistum-muenchen.de/stream ein. Auch ich werde die Gottesdienste der Karwoche im kleinen Kreis feiern. Seien wir mit Herrn Kardinal, der Erzdiözese und der ganzen Kirche im Gebet verbunden!

Jedes Jahr in der Karwoche denken wir an die Christen, die im Heiligen Land leben. Schauen Sie auf unsere Internetseite www.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-dorfen, wie wir ihnen jetzt helfen können. Ein Italiener hat letztens gesagt: "Wir müssen uns jetzt gegenseitig trennen, um uns später noch herzlicher umarmen zu können."

Bleiben wir zu Hause, befolgen wir alle Schutzmaßnahmen der verantwortlichen Behörden, aber bleiben wir im Gebet verbunden. Beten wir für alle, die krank sind, für die Menschen in Trauer, für die Verstorbenen.

Unsere Gebete gelten jetzt besonders denjenigen, die mitten im Kampf um die Gesundheit und das Leben unserer Mitbürger stehen. Beten wir oft zu Gottes Mutter Maria mit den Worten unseres Dorfener Mariengebets.

Und zum Schluss will ich Ihnen zum Nachdenken die Worte von Papst Franziskus, die er am Freitag, 27. März, auf dem Petersplatz in Rom gesagt hat, geben:

"Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?" Liebe Brüder und Schwestern, von diesem Ort aus, der vom felsenfesten Glauben Petri erzählt, möchte ich heute Abend euch alle dem Herrn anvertrauen und die Muttergottes um ihre Fürsprache bitten, die das Heil des Volkes Gottes und der Meerstern auf stürmischer See ist. Von diesen Kolonnaden aus, die Rom und die Welt umarmen, komme der Segen Gottes wie eine tröstende Umarmung auf euch herab.

Herr, segne die Welt, schenke Gesundheit den Körpern und den Herzen Trost. Du möchtest, dass wir keine Angst haben; doch unser Glaube ist schwach und wir fürchten uns. Du aber, Herr, überlass uns nicht den Stürmen. Sag zu uns noch einmal: "Fürchtet euch nicht" (Mt 28,5). Und wir werfen zusammen mit Petrus "alle unsere Sorge auf dich, denn du kümmerst dich um uns" (vgl. 1 Petr5,7).

Gottes Segen!“

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