Verspätungen auf der Stammstrecke - aus zwei Gründen

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Nikolaistiftung

Ein paar Millionen auf der hohen Kante

Dorfen - Seit über 600 Jahren unterstützt die mildtätige Nikolaistiftung Dorfen unverschuldet in Not geratene Bürger aus dem Gemeindebereich. Wirtschaftlich steht sie nach wie vor bestens da.

Die städtische Nikolaistiftung Dorfen ist schuldenfrei und steht wirtschaftlich auf solider Basis, sagte Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) in der Stadtratsitzung bei der Haushaltsberatung für die Stiftung. Das bestätigte auch der Nikolaistiftungsreferent des Stadtrats, Johann Selmair (LDW). Stiftungssekretärin Irmgard Beyer von der Stadtverwaltung erläuterte den Haushalt 2016 der Nikolaistiftung. Die Haushaltssatzung wurde einstimmig beschlossen.

Die Nikolaistiftung ist eine rechtsfähige, örtliche Stiftung des bürgerlichen Rechts in der Stadt Dorfen, die 1988 vom Innenministerium genehmigt wurde, informierte Beyer. Sie ist ein wichtiger Baustein im sozialen Netzwerk der Isenstadt. Eine vom Stadtrat 2013 beschlossene Satzungsneufassung wurde im September 2014 von der Regierung von Oberbayern genehmigt. Die Stiftung hat laut Stifterwillen und Stiftungssatzung die Aufgabe, mildtätig zu wirken und danach vor allem bedürftige, alte und kranke Bürger, die zwölf Mitglieder der Nikolaistiftung und die Tafel Dorfen in Trägerschaft zu unterstützen. In den Genuss der Förderung können ausschließlich Dorfener Bürger und Einrichtungen kommen.

Das Bilanzvermögen der Stiftung beträgt rund 4,7 Millionen Euro, das Eigenkapital 4,6 Millionen. Die liquiden Mittel belaufen sich auf rund 547 000 Euro. Kapitalgrundlage ist größtenteils der Nikolai-Stiftungswald sowie Baugrundstücke und Immobilen. Die Stiftung ist auch im sozialen Geschosswohnungsbau auf Erbbaurecht in Dorfen aktiv, zuletzt 2015 beim Projekt in der Breslauer Siedlung. Ein neues Sozialwohnungsbauprojekt wird heuer in Kloster Moosen gestartet.

Die Stiftung ist schuldenfrei und es sei auch „keine Verschuldung vorgesehen“, betonte Beyer. Die Nikolai-Stiftungswaldung wurde von den Stadtwerken Dorfen gepachtet. Das Kommunalunternehmen übt auch die Holzwirtschaft aus. Aus der Holznutzung und Eigenjagd wurde 2015 ein Ertrag von 19 454 Euro erwirtschaftet. Das Grundstücks- und Gebäudemanagement hat rund 27 000 Euro erwirtschaftet. Grundstücksgeschäfte seien heuer „nicht geplant“.

Eine Entnahme aus der Verwendungsrückstellung in höhe von 25 000 Euro, die Erträge aus Holzwirtschaft und Immobilienmanagement „sichern nach Abzug aller Aufwendungen 67 050 Euro für den Stifterzweck“, sagte die Stiftungssekretärin. Das sind finanzielle Hilfen, wie unter anderem die jährlich gewährte Weihnachtsbeihilfe. Die kam 2015 in Höhe von 150 Euro Kindern aus 61 Dorfener Haushalten mit schwachem Einkommen und 100 Grundsicherungsempfänger zugute. Eine weitere Hilfe ist ein „Bildungszuschuss“ für Kinder und Jugendliche von Eltern, deren Einkommen den zweifachen Sozialhilferegelsatz nicht übersteigen. Auf Antrag können sie eine Förderung für Bildung, Kultur und Sport erhalten. Auch Asylsuchenden in Dorfen bekommen inzwischen Hilfe der mildtätigen Nikolaistiftung.

Hermann Weingartner

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