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Noch ein Geheimtipp, aber nicht mehr lange: Die Neuentdeckung Pam Pam Ida begeistert das Publikum im ausverkauften Jakobmayer-Saal. 

Pam Pam Ida im Jakobmayer

Neue Musik in alten Anzügen

Pam Pam Ida präsentiert im Jakobmayer ihr erstes Album Optmist und überzeugt die Dorfner.

Dorfen „Ois anders“ heißt eines der Lieder auf der ersten CD der Band Pam Pam Ida. Und dieser Song ist Programm für den vergnüglichen Konzertabend im Jakobmayer-Saal in Dorfen. Tatsächlich ist alles ein bisschen anders bei den sechs Musikern.

Die Texte des Albums „Optimist“ sind auf Bairisch, doch statt Lederhosen tragen sie Anzüge aus den 50er- bis 70er-Jahren. Ihr Sound ist eine Mischung aus Elektropop und Wirtshausmusik. Die Melodien sind eingängig, zum Mitwippen, aber nicht beliebig. Sänger Andreas Eckert sucht den engen Kontakt zum Publikum und begrüßt die Dorfener herzlich: „So, jetzt drücken wir uns alle einmal recht fest, dann kommen wir gut an“, meint er am Anfang. Dann legt er mit ekstatischen Tanzbewegungen los, unterhält sein Publikum mit lustigen Geschichten und kündigt die einzelnen Lieder an. Das ist auch nötig, denn die Texte sind nicht einfach zu verstehen, auch deshalb, weil sich der Sänger oft in höhere Oktaven hinaufschraubt.

Er stellt fest, dass die Liebe gefährlich, der Hosenwetzer – bairisch für Schieber – das Wichtigste im Leben ist und er sich manchmal wie ein Gockl fühlt: „Koa Hehna last mi ro.“ Die Multiinstrumentalisten laden das Publikum zum „Workshop für unerfüllte Wünsch“ ein und üben Entspannungstöne aus Tibet. Die Musiker von Pam Pam Ida haben Gaudi auf der Bühne und scherzen mit dem Publikum.

Was bislang noch als Geheimtipp gehandelt wird, wird nicht mehr lange im Verborgenen bleiben. Denn die Jungs aus dem Landkreis Eichstätt sind zu sympathisch, individuell und musikalisch begabt, um nicht – wie am Wochenende in Dorfen – Konzertsäle zum Beben zu bringen. Am Ende des wunderbaren Abends stehen alle Zuschauer und lassen nach der Musik von Pam Pam Ida die Schultern tanzen.  (Alexandra Anderka)

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