Haltepunkt Bahnhof Dorfen: Nicht nur zu den Nebenzeiten steigen hier weniger Pendler ein. Foto: Renner

SÜDOSTBAYERNBAHN

Pendler weichen immer öfter aufs Auto aus

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Dorfen - Die Zahl der Pendler auf der Bahnstrecke Mühldorf-München ist im vergangenen Jahr erneut leicht zurückgegangen. Die Strecke bleibt aber trotzdem das weitaus rentabelste Streckennetz der Südostbayernbahn.

13 653 tägliche Einsteiger hat die Südostbayernbahn (SOB) 2015 von Montag bis Freitag jeweils gezählt. Damit nutzten knapp 300 Pendler weniger die Bahn auf dem Weg zur Arbeit als noch im Jahr zuvor. Gegenüber 2014 ist die Zahl der wöchentlichen Pendler sogar um 1000 zurückgegangen. Insgesamt hat die Südostbayernbahn auf ihrem gesamten Streckennetz aber zugelegt, da durch den Studentakt auf der Strecke Wasserburg-Ebersberg dort 1200 Fahrgäste täglich mehr verzeichnet wurden. Insgesamt fahren im Schnitt annähernd 34 900 Fahrgäste täglich mit der SOB; 2007 waren es noch knapp 30 000.

SOB-Chef Christoph Kraller begründete den Rückgang bei einem Pressegespräch damit, dass zum einen in der Region immer mehr Arbeitsplätze geschaffen würden, zum anderen habe der Weiterbau der A 94 zur Folge, dass zunehmend Pendler auf dem Weg zur Arbeit auf das Auto umsteigen würden. Mit der Fertigstellung der A 94 könnte sich dieser Trend noch verstärken, glaubt Kraller. Die SOB bleibt trotzdem erfolgreich. Der Unternehmensumsatz 2015 ist auf 110,3 Millionen Euro gestiegen und liegt damit knapp drei Millionen Euro über dem Ergebnis von 2014.

Was die Pünklichkeit der Züge anbelangt, konnte sich die SOB im vergangenen Jahr erneut verbessern. Mit 95,1 Prozent liege die „Pünktlichkeit auf hohem Niveau“, betont Kraller. Als pünktlich gelten Züge, die auch bis zu fünf Minuten zu spät am Ziel ankommen. Dass es gerade auf der Strecke Mühldorf-München immer wieder zu Verspätungen kommt, bedauert Kraller. Denn für Pendler bedeuten oft schon wenige Minuten Verspätung längere Wartezeiten in München, etwa weil die S-Bahn zur Weiterfahrt bereits abgefahren ist. Aber nur etwa ein Drittel der Verspätungen geht auf die SOB zurück, etwa wenn es zu technischen Deffekten bei Lokomotiven oder Waggons kommt. Trotz vieler Kritik von Pendlern hat sich laut Kraller die Kundenzufriedenheit aber enorm gesteigert. 2007 zeigten sich noch 53 Prozent der Kunden zufrieden, im vergangenen Jahr waren es schon 74,7 Prozent.

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