Dieter Pfanzelt †

Nachruf

In der Pfarrei seine Handschrift hinterlassen

Dorfen – Große Trauer in der Pfarrei Maria Dorfen: Kirchenpfleger Dieter Pfanzelt ist seinem schweren Krebsleiden erlegen.

Seit 2007 war der 70-Jährige unermüdlich für die Belange der zahlreichen Gotteshäuser in der Pfarrei tätig. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wolfgang Lanzinger: „Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt jetzt seiner Familie, insbesondere seiner Frau Gertrud, die ihn während seiner monatelangen Krankheit gepflegt hat.“

Noch im April hatte Pfanzelt zu seinem 70. Geburtstag als Anerkennung seiner vielfältigen Leistungen für die Pfarrei die Dorfener Liebfrauenmedaille erhalten. Schon damals war er von seiner unheilbaren Krankheit gezeichnet. Doch er gab nicht auf, glaubte an seine Genesung.

Pfanzelt hat sich schon kurz nachdem er vor über 40 Jahren mit seiner Frau nach Dorfen zog, in der Pfarrei engagiert. Zusammen mit anderen jungen Familien brachten sich die Pfanzelts im Familienkreis ein, aus dem heraus unter anderem auch die Dorfener Sternsingeraktion entstanden ist. Von 1976 bis 1989 war Pfanzelt mit den Heiligen Drei Königen unterwegs, um Spenden für karitative Zwecke zu sammeln. Lange Jahre war er in den Gottesdiensten auch als Kommunionhelfer tätig. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Lanzinger erinnert sich: „1982 wurde er erstmals in den Pfarrgemeinderat gewählt und übernahm sogleich den Vorsitz, den er 14 Jahre lang innehatte, ehe er nach wiederholten Anfeindungen im Gefolge der Auseinandersetzungen um Pfarrer Wiesbeck seinen Rücktritt erklärte. Dieter Pfanzelt hat sich als Pfarrgemeinderatsvorsitzender stets konstruktiv für die Weiterentwicklung unserer Pfarrgemeinde eingesetzt und war bei Konflikten stets auf Ausgleich bedacht, ohne dabei aber seinen Standpunkt preiszugeben. Viele Initiativen im pfarrlichen Leben tragen seine Handschrift.“

Besonders die Sanierung der Pfarrkirche, die 2008 wegen Einsturzgefahr plötzlich geschlossen wurde, lag Pfanzelt sehr am Herzen. Durch seine Beharrlichkeit und wegen seines hohen Sachverstands ist es ihm gelungen, die Planungen und Arbeiten voranzutreiben. Und so konnte die Kirche 2011 generalsaniert wieder eröffnet werden. Auch diverse Restaurierungsmaßnahmen in den Filialkirchen hat Pfanzelt erfolgreich auf den Weg gebracht.

Lanzinger: „Zu gern hätte er noch die anstehenden Sanierungen von Marktkirche und Pfarrheim abgeschlossen, doch seit gut einem halben Jahr beeinträchtigte eine heimtückische Krankheit seine Arbeitskraft zusehends. Vergebens hoffte er auf Genesung.“

Pfanzelt hat sich nie gescheut, Verantwortung zu übernehmen – sei es privat, beruflich oder im Ehrenamt. Lanzinger: „Dafür können wir ihm nicht genug danken. Dieter Pfanzelt wird uns in bester Erinnerung bleiben.“  ar

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