Zum letzten Mal vor seinem Ruhestand trug Pfarrer Johann Eschbaumer die Monstranz während der Fronleichnamsprozession durch die Straßen der Dorfener Innenstadt. Foto: Weingartner

FRONLEICHNAM

Pfarrer Eschbaumers letzte Prozession in Dorfen

Dorfen – Fronleichnam ist ein hoher Feiertag in der katholischen Kirche. Im katholischen Bayern ruhte deshalb gestern die Arbeits- und Geschäftswelt, während in einigen Bundesländern trotz Fronleichnam gearbeitet werden musste.

Das Hochfest des Leibes und Blutes Christi wird allerorten mit teilweise prächtigen Prozessionen als öffentliches Glaubenszeugnis gefeiert. Auch in Dorfen ist eine Fronleichnamsprozession seit Jahrhunderten Brauch. Das Kirchenritual hatte mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche Maria Dorfen begonnen. Für Pfarrer Johann Eschbaumer war es eine ganz besondere Messe. Der Geistliche (70) wird heuer im August in den Ruhestand gehen. In seinem 42-jährigen Priesterjahr wird Eschbaumer aufhören. Die Pfarrverbandsleitung übernimmt bekanntlich Pater Janusz Gadek. Mit seinem baldigen Ausscheiden war es für Eschbaumer auch das letzte Mal, dass er mit zusammen den Gläubigen nach dem Gottesdienst in der Fronleichnamsprozession vom Ruprechtsberg hinunter in die Innenstadt zog.

Vorbei an doch vielen geschmückten Häusern trug der Pfarrer die Monstranz mit einer geweihten Hostie durch die vier Altstadtplätze. Das ist ein kostbares, mit Gold und oft mit Edelsteinen gestaltetes liturgisches Schaugerät mit einem Fensterbereich, in dem eine geweihte Hostie zur Verehrung und Anbetung gezeigt wird. Die Glaubensgemeinschaft verweilte auf Prozessionsweg zum Beten und Fürbitten sprechen an vier aufgebauten Altären. Nachdem das letzte Gebet an der Mariensäule am Marienplatz gesprochen war, machte man sich auf ins Wirtshaus zur weltlichen Stärkung. Auch das gehört zur Tradition.  prä

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