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Gebt’s doch a Ruah! Schlichtend versucht die alte Lechnerin (Elfriede Mangstl) zwischen (v. l.) Afra (Sabine Weinberger), Knecht Florian (im Hintergrund, Matthias Ernst) und der Magd Vroni (Kathrin Mühlhuber) zu vermitteln. 

Wasentegernbacher Weihnachtstheater

Der Pfarrer und das Florianswunder

List und Liebeskummer stehen im Mittelpunkt des Weihnachtstheaters des Wasentegernbacher Trachtenvereins. Am Ende gibt es ein leibhaftiges Wunder.

Wasentegernbach „Das Wunder des heiligen Florian“ von Adele Meyer-Kaufmann spielen die Wasentegernbacher derzeit in ihrem Vereinsheim. Bis zum 7. Januar stehen noch fünf weitere Aufführungen auf dem Programm.

Das Stück dreht sich um das 25-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Benedikt Fröhlich (Michael Schlickenrieder). Er soll von der Gemeinde Oberhollerbach eine Holzfigur des Heiligen Florian, die diese schon lange in Besitz hat, als Geschenk bekommen. Der hinterlistige und maßlos von sich selbst überzeugte Großbauer und Bürgermeister Korbinian Scharrer (Gerhard Mayer) wähnt, damit günstig davonzukommen. Die einzige Gegenstimme im Gemeinderat kommt vom schneidigen Bauern Andreas Raingruber (Markus Fruhmann), der sich für das wurmstichige Geschenk schämt. Er würde viel lieber dem begabten Hansl ein Studium finanzieren, was auch der eigentliche Wunsch des Pfarrers ist. Dass es sich bei der Holzplastik um eine wertvolle Antiquität handelt, ahnt zunächst keiner.

In der Parallelhandlung steht die Tochter des Bürgermeisters im Mittelpunkt. Die junge Afra, leicht reizbar und mit lautem Organ sehr überzeugend von Sabine Weinberger gespielt, leidet unter ihrer eigenen Intrige. Um die volle Aufmerksamkeit des Jungbauern Raingruber zu bekommen, hat sie sich mit dem Großknecht Florian verlobt. Mundfaul und etwas schwer von Begriff sorgt Matthias Ernst in dieser Rolle für zahlreiche Lacher. Trotz dieser Mängel ist die Magd Vroni (Kathrin Mühlhuber) in ihn verliebt. Tröstend greift Elfriede Mangstl als gutmütige und altersweise Schwiegermutter des Bürgermeisters ein. Sie feiert mit diesem Weihnachtstheater ihre 100. Inszenierung.

Aufgelöst werden die Verstrickungen im dritten Akt vor einem zweiten Bühnenbild, das von Sepp Mühlhuber, Elfriede Mangstl, Michael Schlickenrieder und Marlene Rampl geschaffen wurde: eine Dachkammer des Pfarrheims. Mit Hilfe seines Neffen Sepp sorgt Pfarrer Fröhlich für das „Wunder des Heiligen Florian“ und überlistet den geizigen Bürgermeister Scharrer.

Fabien Holzner

Weitere Aufführungen gibt es noch am Montag, 1. Januar (18 Uhr), Mittwoch, 3. Januar (20 Uhr), Samstag, 6. Januar (14 Uhr), und Sonntag, 7. Januar (14 Uhr).

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