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Elektroauto fängt Feuer – 175.000 Euro Schaden

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Von: Hans Moritz

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Die Feuerwehr löschte die beiden Unfallwagen, die dennoch komplett ausbrannten. © FiB

Wie problematisch Elektro- oder Hybridfahrzeuge im Brandfall sein können, beweist ein Unfall am Montagnachmittag auf der A94 bei Dorfen. Zwei Fahrzeuge waren in Brand geraten, darunter ein Hybrid-BMW. In der Folge explodierten mehrere Gas- und Sauerstoffflaschen. 

Dorfen - Die A94 war bis zum späten Abend in Fahrtrichtung Passau gesperrt. Die Sperre in Richtung München konnte nach dreieinhalb Stunden aufgehoben werden. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 175.000 Euro.

Zum Hergang teilt die Autobahnpolizei Mühldorf mit, dass ein 22-Jähriger aus dem Kreis Mühldort mit seinem Fiat Ducato samt Anhänger auf der Isentalautobahn in Richtung Passau unterwegs gewesen sei, als er zwischen den Anschlussstellen Dorfen und Schwindegg im Bereich des Parkplatzes Fürthholz-Süd nach rechts von der Fahrbahn abkam und die Leitplanke rammte. Der Fahrer versuchte gegenzulenken, übersteuerte dabei jedoch, schleuderte über beide Fahrstreifen und schlug in der Mittelleitplanke ein.

Auf dem linken Fahrstreifen nahte in diesem Moment ein Münchner (25) am Steuer eines BMW mit Hybridantrieb. Der prallte ins Heck des Gespanns und wurde auf die Betongleitwand gehoben. Auf dieser rutschte der BMW noch etwa 100 Meter weit. Wenige Augenblicke später fing der BMW im Bereich der Batterie-Akkus Feuer. Die Flammen griffen auf den Ducato über, beide standen rasch in Vollbrand.

Im Transporter befanden sich mehrere, laut Polizei korrekt gesicherte, Gas- und Sauerstoffflaschen. Diese gerieten ebenfalls in Brand, einige explodierten. Die A94 musste wegen der großen Gefahr und der durch den Qualm schlechten Sichtverhältnisse in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Der Verkehr wurde an den Anschlussstellen Dorfen, Schwindegg und Heldenstein ausgeleitet. Dennoch bildeten sich kilometerlange Staus. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Dorfen, St. Wolfgang, Lengdorf, Ampfing, Heldenstein und Obertaufkirchen.

Der BMW hörte nicht auf zu qualmen. Ein Abtransport kam nur mit einem Spezialfahrzeug infrage. Die Flughafenfeuerwehr rückte an und lud das Hybrid-Fahrzeug in einen mit Wasser gefüllten Container. Nur so ging von ihm keine Brandgefahr mehr aus.

Die drei Insassen im BMW erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen, die im Transporter kamen mit dem Schrecken davon. Den Gesamtschaden an Fahrzeugen und Autobahn beziffert die Polizei mit rund 175.000 Euro. Das gesamte Löschwasser muss als Sondermüll entsorgt werden. ham

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