Verirrter Specht

Die Polizei hat einen Vogel

  • Anton Renner
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Die Menschen scheinen immer rücksichtsloser und herzloser zu werden. In vielen Bereichen mag das stimmen, doch es gibt immer wieder Beispiele, dass es auch anders geht. Zwei davon handeln von einem Specht und einer Katze. Hier die Geschichten dazu.

Dorfen –Ein flugunfähiger junger Buntspecht hat der Dorfener Polizei einen ungewöhnlichen Einsatz beschert. Der Piepmatz, der sich auf dem Gelände der Inspektion verirrt hat, ist den Beamten aufgefallen, weil er ständig laut piepste. Schnell war klar: Das waren Hilferufe. Da sich der Jungvogel derart laut Gehör verschaffte, nahm die Polizei intensive Ermittlungen auf und fahndete nach den Eltern des Spechts. Da die Suche aber erfolglos blieb, galt es zu handeln. Denn die Vorstellung, dass der hilflose Vogel von einer Katze gefressen wird, lies die Beamten nicht los. Und so wurde der Tierschutzverein Erding um Unterstützung gebeten.

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Specht-Retter: Michaela Maier und Hauptmeister Johannes Gottwald.

Daraufhin machte sich Michaela Maier von der Pflegestelle für kleine Wildtiere sofort auf den Weg nach Dorfen, berichtet Nadine Hofmann von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Der hilflose Vogel wurde von der Fachfrau dann mit einem Kescher gefangen und wird nun vom Tierschutzverein Erding versorgt. Der Wunsch der Polizei: Hoffentlich kann der Specht bald wieder der Freiheit übergeben werden. Vielleicht macht er dann ja mal wieder einen Abstecher zur Inspektion nach Dorfen und „klopft“ dort mal an.

Katzen-Retterin Nadya Habig mit der kranken Samtpfote.

Glück hatte auch eine Katze in Grüntegernbach. Beinahe wäre sie von einem Auto überfahren worden, weil sie auf der Straße stand. Doch der Partner von Nadya Habig aus Dorfen, die Beifahrerin war, konnte rechtzeitig bremsen. Die junge Frau schaute sich daraufhin das Tier genauer an und stellte fest, dass die Katze total schwach war und keine Zähne mehr hat. Die Samtpfote wurde eingefangen und zur Tierarztpraxis Aigner nach Taufkirchen gebracht. Dort wurde das Tier versorgt und danach ins Tierheim gebracht.

Was für Nadya Habig selbstverständlich ist, legt sie auch anderen Menschen ans Herz: In so einer Situation darf man nicht wegschauen. Denn für sie ist klar: „Helfen kann jeder.“ Aber vermutlich würden manche Menschen denken, ein Tier zum Arzt bringen sei mit Kosten verbunden. Doch Habig beruhigt hier: Es kostet nichts, wenn man ein krankes Fundtier zum Tierarzt bringt. „Mir wären die Kosten egal, auch wenn ich nicht viel habe.“

Dieser Vogel hatte kein Glück: Er trauert um den Partner - und stirbt selbst

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