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Bürgermeister Heinz Grundner

Stadt sicher

„Potenzielle Nachnutzer“ für Meindl-Areal

Dorfen - Mit den Betriebsschließungen Meindl (Creaton) und Hawe verliert die Stadt Dorfen über 200 Arbeitsplätze. Für das Meindl-Ziegeleigelände gibt es offenbar ein Nachfolgekonzept.

Im Zusammenhang mit der gewerblichen Entwicklung Dorfens bezeichnete Bürgermeister Heinz Grundner in der CSU-Jahreshauptversammlung die für heuer angekündigten Werksschließungen des Hydraulikkomponentenherstellers Hawe und Dachziegelei Meindl als „wirklich dramatische Ereignisse“. Weit über 200 Arbeitsplätze gehen verloren und damit Gewerbesteuer und Kaufkraft. „Das tut weh.“ Eine bedauerliche Entwicklung, die zugleich Chancen biete, sagte Grundner.

Es gehe nun darum, für das 23 Hektar große Meindl-Areal „mit vorausschauenden, klugen und mutigen Entscheidung des Stadtrates zusammen mit den Eigentümern neue Nutzungskonzeption zu entwickeln“. Da dürfe aber nicht lamentiert werden, „den Gewerbebetrieb wollen wir nicht, der ist uns nicht gut genug, wir wollen nur Hightech“, betonte der CSU-Chef. Die Kritik war wohl auf SPD- und GAL-Fraktion gemünzt, ohne dass Namen genannt wurden. „Produktion, Dienstleistung aber auch verschiedene Nutzungen“, stellte der Stadtchef in Aussicht, ohne dass er „aus dem Nähkästchen plaudern“ wollte. Grundner ist inzwischen mehrmals mit der Eigentümergruppe aber auch mit „potenziellen Nachnutzern“ zusammen gewesen, um Nachfolgenutzungen auszuloten. Der Stadtchef hofft, in Kürze im Stadtrat Ergebnisse vorstellen zu können, sobald der Eigentümer das „Go“ gebe.

Vom Stadtrat erhofft sich der CSU-Chef, dass die neuen Nutzungen „innovativ und mutig“ mitgetragen werden, um dem Gewerbeareal eine Zukunft zu geben. Auch mit Hawe sei man im Gespräch. Die Stadt werde planerisch und unterstützend tätig sein, um wieder Arbeitsplätze nach Dorfen zu bekommen und die entstanden „Lücke zu schließen“. Dorfen liege in der gewerblichen „Entwicklung hinten dran“, räumte Grundner ein. Das liege aber nicht am Stadtrat oder der Verwaltung, sondern „anderswo“. Anderswo (gemeint ist Erding) würden „die Dinge durchgewunken, da geht alles“.

Inzwischen zeigte die A 94 „erste Wirkung“, wenn es darum gehe Gewerbegebiete zu entwickeln und nach vorne zu bringen. Konkret war „Dorfen Südwest“ an der A 94 gemeint, wo der seit langem geforderte Bau- und Gartenmarkt entstehen soll. Gescheitert sei dies immer am Veto der Regierung von Oberbayern. Jetzt habe der neue „LEP-Manager“ am Heimatministerium eine „klare Aussage“ getroffen: „Der Baumarkt kann genehmigt werden“. Grundner hofft, dass spätestens im Frühjahr 2017 die Verfahren auf dem Weg sind und „nach neunjähriger Odyssee“ die Bauarbeiten für den Bau- und Gartenmarkt beginnen können.

Hermann Weingartner

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