Dorfen will Familienstützpunkt werden

Rat und Hilfe für Mamas und Papas

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Dorfen soll Standort eines Familienstützpunktes werden. Der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates hat der Einrichtung einer solchen Beratungsstelle im Kinder- und Jugendhaus zugestimmt.

Dorfen – Hilfe und Unterstützung finden hier alle Eltern, nicht nur solche, die aufgrund schwieriger Lebenssituationen nicht mehr weiter wissen. Ziel der Einrichtung ist es, die Erziehungskompetenz von Mamas und Papas zu stärken.

Familie ist nicht gleich Familie: Regenbogenfamilien, Patchwork-Familien, Alleinerziehende und Flüchtlingsfamilien sind nur einige wenige Beispiele. Genauso vielfältig wie die Familien selbst, sind auch die Unterstützungsangebote, die sie benötigen. Ob Elterncafé, Vorträge, Gesprächskreise oder offene Treffen – ein Familienstützpunkt versteht sich als „Begegnungsort“, als „zweites Wohnzimmer“, sagte Kathrin Löblein von der Koordinierungsstelle für Familienbildung und Familienstützpunkte im Landratsamt Erding in der Sitzung am Mittwochabend. Ein Stützpunkt solle präventive Arbeit leisten, Eltern bei allen Fragen und Problemen rund um die Familie unterstützen, außerdem habe er eine Art Lotsenfunktion. Eltern würden hier auch gezielt Ansprechpartner vermittelt bekommen.

Derzeit gibt es im Landkreis laut Löblein jährlich etwa 2030 familienbildende Angebote. Demgegenüber stehen 21 000 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. „Es gibt eher wenig Angebote“, sagte Löblein dazu. Mindestens fünf solcher Stützpunkte sind im Landkreis geplant. Derzeit wird das Konzept vom Landratsamt ausgearbeitet, danach muss es noch vom Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales genehmigt werden. Mit dabei sind bisher neben Wartenberg auch Taufkirchen und Forstern sowie Dorfen. Fraunberg hat Interesse bekundet, ab Herbst 2020 mitzumachen, sagte Löblein. „Sorgenkind“ ist bislang der westliche Landkreis. Bislang hat sich dort noch keine Gemeinde bereit erklärt, Familienstützpunkt zu werden.

Die Stadt Dorfen hat sich für die Einrichtung eines Familienstützpunktes im Kinder- und Jugendhaus beworben, da hier schon einige gute Vorarbeit vorhanden ist. Die Arbeit vor Ort soll eine Fachkraft übernehmen, die dafür zunächst zehn Wochenstunden tätig sein soll. Bezahlt wird sie von der Stadt. Förderungen gibt es vom Familienministerium und dem Landkreis. Allerdings dürfte diese Förderung nicht mehr als 100 bis 200 Euro im Monat betragen. Die Personalkosten für die Stadt dürften insgesamt bei geschätzten 1300 Euro im Monat liegen.

Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) warb dafür, in der Stadt einen solchen Familienstützpunkt einzurichten. „Dorfen ist eine junge Stadt. Nahezu 20 Prozent der Bürger sind Kinder und Jugendliche. Daher sei Dorfen ein „idealer Standort“ für ein solches Beratungsangebot. Der Ausschuss stimmte der Einrichtung eines Familienstützpunktes im Kinder- und Jugendhaus einstimmig zu.

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