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Es geht los: Der Bagger bricht die ersten Balken und Steine aus dem Gebäude. Bürgermeister Heinz Grundner und einige Bürger schauen zu.

Rathaus-Abbruch

„Zärtlicher“ Beginn des „Berserkertums“

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Jetzt ist der Bagger in Aktion:  Heute morgen wurde mit dem endgültigen Abbruch des Dorfener Rathauses begonnen.

Dorfen – Mit dem Rückbau wurde mit dem eingeschossigen Gebäude auf der Rathaus-Rückseite begonnen. Wer glaubt, der Abriss würde brachial vonstatten gehen, sah sich getäuscht. Es waren fast schon „zärtliche“ Szenen, wie langsam und vorsichtig die schwere Baggerschaufel Stein für Stein, Balken für Balken aus dem Gebäude gebrochen hat. Dieses Spektakel hat sich auch Bürgermeister Heinz Grundner nicht entgehen lassen, der sich vor Ort ein Bild der Abbrucharbeiten machte.

Anfang bis Mitte nächster Woche wird dann auch die Fassade zum Rathausplatz hin abgebrochen. Dann ist das alte Dorfener „Regierungsgebäude“ endgültig Geschichte. Nach dem Abriss werden im Juni Gründungsarbeiten folgen, weil der Untergrund relativ schlecht ist, wie Architekt Armand Kühne von der Diezinger Architekten GmbH aus Eichstätt im Stadtrat betonte. Im Sommer beginnen dann die Rohbauarbeiten und Weihnachten 2018 soll das neue Rathaus bezugsfertig sein.

Der Abriss des Rathauses ist in Dorfen nicht unumstritten. Von „weiteren Bausünden“ und der „Zerstörung der historischen Altstadt“ wird gesprochen. Der Ur-Dorfener Rudi Thalmeier hat in einem Leserbrief der Stadt nochmals heftige Vorwürfe gemacht: „Auch wenn das bisherige Rathaus noch nicht 100 Jahre alt ist und wenn dieses Zeugnis aus den 50er Jahren nach den Richtlinien nicht schützenswert ist, zeugt das Verhalten von einem Berserkertum. Ich vermisse beim Bürgermeister und beim Gremium den Geist und das Verständnis, welches verhindert hätte, diese architektonische Äußerung so mir nichts, dir nichts aus dem Ortsbild zu streichen und der Spitzhacke zu opfern.“ 

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