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„Läuft bei uns“ heißt das Projekt der Klasse 9 e der Realschule Taufkirchen, die zusammen mit fünf Menschen mit Handicap vom Pflegeheim der Barmherzigen gemeinsam Sport betreiben.

Kooperation mit Algasing

Realschüler sporteln gemeinsam mit Menschen mit Handicap

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Über Inklusion nicht nur reden, sondern sie leben. Das ist für Schülerinnen und Schüler der Realschule Taufkirchen eine Selbstverständlichkeit. Sie haben ein Projekt angestoßen, dass einmalig ist.

Taufkirchen – Das Projekt „Läuft bei uns“ bestreitet die Klasse 9 e der Staatlichen Realschule mit ihrer Klassenleiterin Gabriela Linsmayer und Thomas Kebinger, Student der Heilpädagogik und Heilerziehungspfleger bei den Barmherzigen Brüdern in Algasing. Menschen mit Beeinträchtigungen sollen in ihren Fähigkeiten gestärkt und ihre Selbstbestimmung damit gefördert werden. „Ganz nach diesem Vorbild ist das Ziel dieser Begegnung eine Sportpartnerschaft zwischen den Schülern und fünf betreuten Menschen aus Algasing. Dabei soll in Teams nicht nur der Benefizlauf an der Realschule, sondern auch der diesjährige Stadtlauf in Dorfen absolviert werden“, berichtet Judith Heugel, stellvertretende Schulleitering der Realschule. Ein „Lauf-Gespann“ bestehe jeweils aus einem Rollstuhlfahrer und mehreren Schülerinnen und Schülern, die diesen schieben beziehungsweise betreuen. Auf der Basis dieses Inklusionsgedankens wurde der Kontakt zwischen den Beteiligten mit einer Brotzeit und gemeinsamen Spielen hergestellt. Heugel: „Für die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Gäste war von Beginn an klar, dass dieses Unterfangen etwas ganz Besonderes wird. Wie selbstverständlich wurde einander geholfen, zusammen gelacht und wunderbar miteinander umgegangen.“

Das erste Training fand nun vor wenigen Tagen in der Turnhalle der Realschule statt. Unter der Leitung der Sportlehrkraft Stefan Schmaus wurde nach einer lockeren Aufwärm-Übung mit einem Hindernis–Parcours demonstriert, dass Rollstuhlfahren nicht immer ganz einfach ist. Diese Erfahrung durften auch die Schülerinnen und Schüler mit einem „Rolli“ machen, wobei schnell klar wurde, dass hier die Profis aus Algasing definitiv „die Nase vorn“ hatten.

Große Freude mache auch ein „Teebeutel–Weitwurf“, bei dem viel gelacht und applaudiert wurde. Wie Heugel berichtet, war auch der zweite Besuch eine rundum gelungene Sache „und alle Beteiligten freuen sich sehr auf ein baldiges Wiedersehen.“  

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