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Glücklich sitzen Martha Kiebelspeck und Hund Done vor der reichen Ernte aus dem heimischen Garten in Hochstraß bei Grüntegernbach. Kurz bevor der Sommer eine Pause machte, hat die Zwölfjährige diese Köstlichkeiten geerntet.

Gemüse, Beeren und Obst

Reiche Ernte nach der Rekordhitze

Monatelang Sonne und Tropenhitze haben heuer Spitzenerträge in vielen Gemüse- und Obstgärten gebracht. Gießen mussten die Gartler dafür umso mehr. Maria Kiebelspeck erzählt von der reichen Ernte ihrer grünen Leidenschaft.

Grüntegernbach – Brombeeren, Honigmelone, Physalis, Paprika, Tomaten, Mangold und jede Menge Kräuter stapeln sich auf dem Gartentisch, den Martha Kiebelspeck und Hund Done bewachen. Die Zwölfjährige liebt die reiche Ernte im heimischen Garten in Hochstraß bei Grüntegernbach. Für die Vielfalt sorgt in erster Linie ihre Mutter Maria, die dabei von ihrem Mann Martin unterstützt wird. „Bis auf die Kirschen war’s eine super Saison“, erzählt die 51-Jährige.

Die fünffache Mutter freut sich, dass ihre Kinder durch den Garten schweifen und „von der Hand in den Mund“ all diese Köstlichkeiten naschen können. „Ich komme von einem Bauernhof und bei uns zuhause war das auch immer so. Ich habe den bunten und reichhaltigen Garten schon als Kind geliebt“, sagt die 51-Jährige.

Im Laufe der Jahre wurde die Auswahl an Früchten und Gemüse immer größer. „Jedes Jahr kommt eine neue Sorte hinzu, heuer habe ich beispielsweise zum ersten Mal Süßkartoffeln angebaut“, erzählt Maria Kiebelspeck gut gelaunt. Rund 70 Stauden Paprika in rund zehn Varianten und 80 Pflanzen Tomaten, von Klein bis Groß und Gelb bis Rot erntet die Familie jedes Jahr ab.

Die Vielfalt zieht die Gärtnerin aber nicht nur wegen des unterschiedlichen Geschmacks, sondern auch wegen der Optik. „Es muss schon auch schön aussehen“, sagt sie lachend. Nach der Ernte nimmt sie die Samen, aus denen sie jedes Jahr die neuen Pflanzen zieht. Hierfür sind die beiden Gewächshäuser eine große Hilfe. Rund eineinhalb Stunden verbringt das Ehepaar jeden Tag im Garten. „Wenn es viel regnet, natürlich weniger.“

Die 51-Jährige sieht ihren Garten aber nicht als Arbeit, er ist ihre Leidenschaft. „Mich macht das glücklich, wenn ich morgens und abends meinen Rundgang mache und sehe, wie alles wächst.“ Die Kiebelspecks haben „eigentlich Tagwerk-Qualität“ bei ihren Produkten, da sie weder spritzen noch künstlich düngen. Dennoch dürfe man den Stundenlohn nicht ausrechnen, ist sich Maria Kiebelspeck sicher.

Ihre persönlichen Favoriten sind die jungen Erbsen im Frühjahr. „Die habe ich als Kind schon geliebt und immer genascht. Meine Kinder machen es jetzt genauso. Die sind gegessen, bevor sie im Kochtopf landen.“ Obwohl die beiden älteren Kinder, die nicht mehr zuhause wohnen, regelmäßig ihre familieneigene „Bio-Kiste“ abholen, kann die Familie die ganze Ernte nicht aufbrauchen.

Deshalb werden Tomaten eingekocht und Früchte zu Marmeladen und Säften verarbeitet. „Jetzt kommen dann die Aronia- und Holler-Beeren, da freue ich mich schon drauf“, sagt die Gärtnerin zufrieden. Daher bereitet Maria Kiebelspeck auch der Blick in den Keller Glücksgefühle: „Es tut so gut zu sehen, wenn sich das Vorratsregal mit Eingemachtem füllt.“

Mit den Eiern der eigenen Hühner und dem Honig der Bienenstöcke, die Ehemann Martin (54) seit drei Jahren pflegt, könnten die Kiebelspecks als Selbstversorger gut um die Runden kommen, „wenn wir Vegetarier wären“, schränkt die 51-Jährige ein. Wenn der Garten in den Winterschlaf geht, wartet schon eine neue Aufgabe auf die kreative Hausfrau. Dann gestaltet sie außergewöhnliche Tür- oder Adventskränze, die sie auf ausgewählten Märkten verkauft. Auch hierfür stammen viele Utensilien aus dem eigenen Garten.

Alexandra Anderka

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