Die Fürmetz-Kapelle hat wieder einen Altar (v. l.): Die Altarbauer Martin Peterbauer und Wenzel Müller, Eigentümer Manuela und Rudi Braun und Altbürgermeister Hermann Simmerl.

FÜRMETZ-KAPELLE

Sakrales Kleinod ist wieder komplett

Dorfen – „Ein Stück Kultur der Dorfener Geschichte“ ist für Altbürgermeister Hermann Simmerl die Fürmetz-Kapelle am Waldrand des Fürmetz-Hölzls im Süden Dorfens. Nach der Generalrenovierung wurde am Samstagmittag ein neuer Altar in das sakrale Kleinod aus dem Jahre 1878 eingebaut.

Im Juli 2012 war das kleine Gotteshaus samt Ausstattung ein Raub der Flammen geworden. Ob Brandstiftung oder eine Kerze Ursache des Feuers war, ist bis heute nicht geklärt. Der Brand hatte die Kapelle total zerstört. Zunächst war nicht klar, ob die Fürmetz-Kapelle aufgrund der starken Zerstörung durch das Feuer überhaupt wieder hergerichtet werden kann, erklärte Simmerl. Die Eigentümer, die Familie Braun, trug einen Teil der Kosten, die gesamte Sanierung zu finanzieren, wäre aber zu teuer gewesen. Rund 22 000 Euro werde das kosten, berichtete Simmerl. Der Stadtarchivar hat es sich als treibende Kraft zusammen mit dem Dorfener Heimatgeschichtskenner Franz Streibl und dem Vorsitzenden des Historischen Kreises, Jürgen Weithas, zur Aufgabe gemacht, dass die Fürmetz-Kapelle wieder hergerichtet wird.

Vom komplett angebrannten Holzaltar gab es nur noch ein kleines Foto, berichtete Simmerl. Danach haben Martin Peterbauer aus Tading und Wenzel Müller aus Fuhrt bei Pleiskirchen einen neuen Altar geschaffen. Der wurde am Samstag in die Kapelle eingebaut. Eine Besonderheit ist das Altarbild, das die Dorfener Madonna mit Krone und Zepter zeigt. Kirchenmaler Helmut Stöhr aus Marktl hat das Bild „ziemlich genau gemalt“, das „mindestens genauso schön ist wie das frühere Original“, freut sich Simmerl. Seit über einem Jahr haben der Dorfener Stadtarchivar und seine Mitstreiter viel Engagement in die Renovierung der Fürmetz-Kapelle gesteckt. Jetzt freuen sich alle, dass das Kirchlein im neuen Glanz erstrahlt und für die Leute, die sich dort ausruhen wollen oder stille Einkehr suchen, wieder offen steht. „Die Mühe war’s Wert“, sagte Simmerl. Die Segnung der Kapelle wird im Mai 2017 bei einer kirchlichen Feier erfolgen.

Sehr beliebt war es früher, in der Kapelle Kerzen aufzustellen und anzuzünden. Die Eigentümer, Manuela und Rudi Braun, bitten die Besucher nun, in der Kapelle „keine Kerzen mehr aufzustellen“. Damit soll eine mögliche Brandursache künftig ausgeschlossen werden.  prä

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