Strahlende Gesichter nach einem gelungenen Turnier (v. l.): Sabine Materna (Verwaltungsleiterin), Dieter Brand, Evy Dolp (beide Spielleitung), Helmut Materna (Initiator), Franz Köbele (4.), Fritz Ringelsbacher (3.), Adolf Thaler (5.), Herbert Asanger (2.), Sieger Jakob Kneissl und Günter Ducke (Geschäftsführer). Foto: Hermann Weingartner

Herbstfest in Algasing

Schafkopfen für einen guten Zweck

Algasing – Karteln für den guten Zweck war das Motto beim 2. Algasinger Benefizschafkopfturnier im Rahmen des Herbstfestes der Barmherzigen Brüder.

Aus Nah und Fern waren am Samstagnachmittag insgesamt 112 Teilnehmer in die Ordenseinrichtung für Menschen mit Behinderung gekommen. Die Veranstalter um Initiator Helmut Materna, seiner Frau Sabine (Organisation) sowie Spielleiter Evy Dolp und Dieter Brand freuten sich über „den riesigen Andrang“.

Mit so vielen Teilnehmern hatte man nicht gerechnet, denn beim ersten Schafkopfturnier nach Ostern waren gerade einmal 68 Schafkopfer gekommen. Im Mehrzweckraum mussten zunächst noch weitere Tische bereitgestellt werden, ehe das Turnier mit 30 Minuten Verzögerung starten konnte. Das Kartlerturnier dauerte dann fast vier Stunden. Gespielt wurde in zwei Runden.

Natürlich gab es schöne Preise zu gewinnen, aber Sinn und Zweck war „Schafkopfen für die Arbeit in der Behindertenhilfe“, erklärte der Geschäftsführer der Ordenseinrichtung, Günter Ducke. Und weil die Geld- und Sachpreise größtenteils von örtlichen Firmen und Privatleuten gespendet wurden, „verbleibt ein ansehnlicher Betrag für die Behindertenhilfe in Algasing“, freute sich Verwaltungsleiterin Sabine Materna.

An den Tischen wurde um jeden Punkt gekämpft. Die Stimmung war dennoch nicht verbissen, schließlich ging es um einen guten Zweck. Schon kurz nachdem die Spielleitung dann den letzten Punktezettel eingesammelt hatte, standen die Gewinner fest.

Jakob Kneissl aus Hubenstein hatte das beste Blatt, wurde Erster und kassierte eine Siegprämie von 300 Euro. Als Zweiter bekam Herbert Asanger aus Landshut 200 Euro (Spender Malerbetrieb Eixenberger). Für den Dritten Fritz Ringelsbacher gab es was Besonderes. Der CSU-Bundestagsabgeordnete des Stimmkreises Erding, Andreas Lenz, hatte für das Turnier eine viertägige politische Bildungsreise für zwei Personen nach Berlin spendiert. Der Gadener hatte beim Schafkopfen dazugelernt und kann sich nun auch noch politisch weiterbilden.

Franz Köbele nahm als Vierter 50 Euro mit, und für Adolf Thaler aus Eitting reichte es noch für Platz fünf. Er gewann damit die Spende der SPD-Landtagsabgeordneten Diana Stachowitz und darf den Bayerischen Landtag mit zwei Personen besuchen.

Hermann Weingartner

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