An der Duschl-Wiese

Schallschutz: Bretterwand statt Steinwall

Erleichterung für Investoren und Bauträger. Wegen Problemen bei Stein-Schallschutzelementen für eine Wohnbebauung in der Stadt darf eine reine Holzwand errichtet werden.

Dorfen – Für das neue Geschosswohnungsbauprojekt auf der so genannten Duschl-Wiese direkt an der B 15 Ortsdurchfahrt in Dorfen wird die Schallschutzwand verändert. Der Bauausschuss des Stadtrats hat einem entsprechenden Änderungsantrag zugestimmt.

Die 3,5 Meter hohe Lärmschutzwand verläuft hinter dem Gehweg an der B 15, vor der neuen Bebauung bis zur Einmündung Zinniengasse. Geplant war der Lärmschutz aus einer Kombination von Holz- und Gabionen-Elementen, erklärte Angelika Wierer vom Bauamt. Aufgrund der äußerst schwierigen Bodenverhältnisse belaufe sich laut Antragsteller der Mehraufwand für die Gründung der vier Gabionen-Felder auf rund 20 000 Euro. Nachdem auf der gesamten Wandlänge Bäume und raumbildende Büsche gepflanzt werden, habe der Investor vorgeschlagen, den Schallschutz mit unterschiedlichen Rankgewächsen zu begrünen. Die Kosten würden vom Bauträger übernommen, die vier Gabionen-Felder sollten dafür aber entfallen. Die würde man bei einer kompletten Begrünung ohnehin nicht mehr sehen, so die Begründung.

Eine vollständige Begrünung der Lärmschutzwand habe Stadtplanerin Martina Schneider als „nicht so ideal“ bewertet, informierte Wierer. Das sah auch der Bauausschuss so. Gut befunden wurde auch der Vorschlag von Schneider, dass die Wand optisch gegliedert werden solle. Teile sollten dabei hervorspringen und eventuell farblich unterschiedlich als Auflockerung gestaltet werden. Laut Schneider spreche auch nichts dagegen, dass die Lärmschutzwand nun komplett aus Holz werden soll.

Der Antrag des Investors sei nachvollziehbar, sagte Martin Heilmeier (LDW), der „Kosten sparen will“. Die Gründung für die 3,5 Meter hohen Gabionen-Elemente würden „irre viel Geld kosten“.

Gefragt wurde auch nach der künftigen Pflege und dem Erhalt des Lärmschutzes. Wierer sagte, dass laut städtebaulicher Vereinbarung zwischen Stadt und Investor die Kommune nach Fertigstellung die Baulast für die Holzwand übernimmt.

Obwohl hier der Stadt Dorfen künftig regelmäßig Kosten entstehen werden, hatte das für den Beschluss keine Bedeutung. Einstimmig wurde dem Änderungsantrag zugestimmt, allerdings mit gegliederten Wandelementen.

Hermann Weingartner

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