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Prost, Mahlzeit: Die Festwirte Ilse und Peter Klotz, Robert Eicher und Ernst Hennel (v. l.) von der ProstMahlzeit GbR bewirten seit 14 Jahren die Festhalle. Die diesjährige Wiesn ist auch für sie eine ganz besondere.

Volksfest Dorfen

Das schönste aller Volksfeste

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Das Volksfest 2018 wird als das bisher schönste in die Annalen der Stadtgeschichte eingehen. Das glauben die Festwirte Ilse und Peter Klotz, Robert Eicher und Ernst Hennel. Und davon ist auch Volksfestorganisatorin Anita Feckl von der Stadtverwaltung überzeugt.

Dorfen – Eigentlich soll man ja den Tag nicht vor dem Abend loben, sagt der Volksmund. Doch beim diesjährigen Volksfest ist schon vor dem Ende eine Bilanz angebracht. Alle sind zufrieden: Stadt, Festwirte und auch die Schausteller. „Aus Sicht der Stadt ist das heuer die schönste Wiesn, die wir bisher hatten“, schwärmt Anita Feckl vom Ordnungsamt, die das Volksfest seit vielen Jahren organisiert. Bislang sei es zu keinem negativen Vorfall gekommen, die Stimmung unter den Besuchern sei toll und absolut friedlich. „Wir haben bisher nur Lob bekommen“, sagt Feckl. Selbst das Landratsamt sehe das Dorfener Volksfest von der Sauberkeit her als „Vorzeigeobjekt“.

Hochzufrieden sind auch die Festwirte Ilse und Peter Klotz, Robert Eicher und Ernst Hennel. Seit 14 Jahren sorgen sie mit ihrer ProstMahlzeit GbR für die Bewirtung der Festhalle. Und nicht nur dies: Die Festwirte haben die Dr.-Rudolf-Halle in den vergangenen Jahren mit viel Liebe zum Detail von einer Eis- in eine wirkliche Festhalle verwandelt. Vom Festwirte-Rekord, aufgestellt von der Familie Springer, sind die ProstMahlzeitler aber trotz ihrer 14 Jahre noch weit entfernt: 33 Jahre zeichnete Irmi Springer zwischen 1961 und 2004 als Festwirtin verantwortlich.

Doch auch 14 Jahre sind eine lange Zeit. Wie kann man so lange ohne Krisen zusammenarbeiten? Peter Klotz hat darauf eine schnelle, nicht ganz ernst gemeinte Antwort: „In den 14 Jahren haben wir uns maximal zehn Tage gesehen.“ Die Aufgaben seien klar verteilt. Jeder mache seinen Bereich eigenverantwortlich. Und auch auf die Frage, wie die vier Festwirte zehn Tage lang bei täglich 16 bis 18 Stunden Arbeitszeit durchhalten, ist schnell beantwortet: „Mit Bachmayer-Bier“, schmunzelt Robert Eicher – und die Kollegen lachen kräftig. „Nein, da brauchst einen gesunden Idealismus. Und natürlich darf man nur wenig Alkohol trinken, meist sogar gar keinen“, korrigiert sich Eicher.

In den 14 Jahren hat das Festwirte-Quartett aber auch einen Wandel bei den Volksfestbesuchern festgestellt. „Die Zeit, die die Gäste zur Verfügung haben, wird immer kürzer“, resümiert Peter Klotz. „Die Gäste kommen immer später und oft voller Stress an. Oft sind die Besucher dann sehr ungeduldig, sofort muss das Bier da sein.“ Früher sei das anders gewesen. Da hätten sich die Gäste hingesetzt, Ruhe gesucht und sich erst mal umgeschaut. „Die Gemütlichkeit ist eher dahin“, so Klotz.

Hoffen auf einen neuen Standort

An das schönste Erlebnis erinnert sich Ernst Hennel. Es war am allerersten Tag als Festwirt vor 14 Jahren. Da spielte die Partyband Moosner, „und fast das ganze Zelt stand auf den Bänken“. „Das war eine super Stimmung. Es ist schön, wenn man für die Arbeit so belohnt wird, dass die Leute ihren Spaß haben.“

Für die Zukunft haben die vier Festwirte einen großen Wunsch: „Wir hoffen, dass die Sport- und Freizeitanlagen und damit auch das Volksfest aus der Innenstadt rauskommen. Dann würde das Volksfest endlich einen g’scheiden Vergnügungspark bekommen.“ Denn der jetzige Vergnügungspark sei so klein, dass viele junge Leute zwischen 13 und 16 Jahren gar nicht aufs Volksfest gehen würden. Mit einem neuen Standort und einem großen Vergnügungspark, da sind sich die Festwirte einig, „würde die Dorfener Wiesn im Landkreis mindestens wieder die Nummer zwei“.

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