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Die 333 Meter lange Laufbahn (rechts im Bild) soll möglicherweise verlängert werden. Das benachbarte Förderzentrum (runder Bau) fürchtet Nachteile in der pädagogischen Arbeit.

Laufbahn-Verlängerung

„Schulkinder kommen vor Sportinteressen“

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Eine mögliche Verlängerung der Laufbahn auf dem Dorfener Schulsportgelände sorgt für Aufregung. Das benachbarte Förderzentrum fürchtet Nachteile in der pädagogischen Arbeit.

Dorfen – Bisher steht lediglich fest, dass sich das Gymnasium und der TSV Dorfen im Zuge der anstehenden Sanierung der Schulsportanlage eine Verlängerung der derzeit 333 Meter langen Tartanlaufbahn auf die für Wettkämpfe üblichen 400 Meter wünschen. Die Stadtverwaltung hat mit vagen Vorstellungen die Machbarkeit geprüft.

Das ist für Ursula Frank-Mayer (GAL), Doris Minet (ÜWG) und Heiner Müller-Ermann (SPD) schon zuviel des Guten. Sie befürchten, dass die Laufbahn-Verlängerung quasi durch die Hintertür auf dem Areal des Sonderpädagogischen Förderzentrums realisiert werden soll. Mit einem Dringlichkeitsantrag im Stadtrat wollten die drei Stadträte dies verhindern. Um dem Antrag Nachdruck zu verleihen, kamen mehr als 40 Eltern von Schülern des Förderzentrums in die Stadtratssitzung.

Die Erweiterung der Laufbahn würde weitestgehend auf dem Freigelände des Förderzentrums zu liegen kommen, befürchten die drei Stadträte. „Dies ist nicht nur der Pausenhof der Schulkinder, sondern wird auch – nicht zuletzt wegen des Biotops und des Amphitheaters – maßgeblich in die pädagogische Arbeit einbezogen. Somit ist klar, dass eine Abwägung zwischen den Interessen der Schüler und den Interessen des TSV eindeutig zu Gunsten der Schulkinder ausgehen muss“, heißt es in der Antragsbegründung.

Auch wenn der Antrag des TSV grundsätzlich befürwortet wird, sind Frank-Mayer, Minet und Müller-Ermann der Meinung, dass sich sowohl Training als auch Wettkampf außerhalb des Hochleistungssports auf der jetzigen 333-Meter-Bahn „genau so gut durchführen lässt, wie auf einer 400-Meter-Bahn“. Kritisiert wird, dass die Verlängerung nur im Rahmen der Haushaltsvorberatungen im Bauausschuss bekannt wurde. „Die Problematik mit dem massiven Eingriff ins Gelände des Förderzentrums wurde in keiner Weise angesprochen. Auch wurden den Stadträten weder Pläne noch Luftbilder vorgelegt. Nicht hinnehmbar ist schließlich, dass mit der Schulleitung, beziehungsweise der Schulfamilie, vor der Planung der vorgesehenen Maßnahme überhaupt nicht gesprochen wurde“, heißt es im Antrag.

Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) zeigte sich überrascht von der Aufregung. Dafür gebe es keinen Grund, argumentierte der Stadtchef. Den Dringlichkeitsantrag ließ er nicht zu, da die Angelegenheit „nicht dringlich“ sei. Der Bauausschuss werde sich mit dem Thema erst in einer der nächsten Sitzungen befassen. Dort könnten die Antragsteller dann ihre Einwände vorbringen. Eine weitere Diskussion ließ Grundner nicht zu. Müller-Ermann zog den Antrag schließlich zurück.

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