Ausgezeichneter Naturfilmer: Umweltministerin Ulrike Scharf überreichte Jan Haft die Bayerische Staatsmedaille für herausragende Verdienste um die Umwelt. Foto: (Umweltministerium)

Bayerische Staatsmedaille für Jan Haft

„Seine Filme lösen Begeisterung aus“

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Dorfen – Jan Haft ist einer der besten Naturfilmer weltweit. Der 47-jährige studierte Biologe und Geologe, ein gebürtiger Münchner, der im Landkreis Ebersberg aufgewachsen ist, lebt seit 16 Jahren mit seiner Frau Melanie sowie seinen Kindern, Lili, Charlotte und Anselm auf einem Bauernhof in Esterndorf.

Sein jüngster Film „Magie der Moore“ hatte vor gut einem Jahr seine Deutschlandpremiere. Jetzt hat Haft die Bayerische Staatsmedaille für herausragende Verdienst um die Umwelt erhalten, die höchste Auszeichnung die das Bayerische Umweltministerium zu vergeben hat.

Bei einer Feierstunde im Bayerischen Umweltministerium durfte der 47-Jährige zusammen mit weiteren sieben bayerischen Persönlichkeiten die Ehrung aus den Händen von Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf entgegennehmen.

„Er ist eine faszinierende Persönlichkeit: Wissen als Biologe, die Fähigkeit Informationen über unsere bedrohte Natur zu vermitteln und das Können fürs Filmemachen sind bei ihm vereint“, sagte die Ministerin in ihrer Laudatio. Bereits Ende der 90er-Jahre hatte Haft vom Umweltministerium den Auftrag erhalten, einen Film über die Isar „Lebensraum Kieswüste“ zu drehen, der auch die Forderung nach einer Renaturierung der Isar im Stadtgebiet enthielt. „Das ist heute Wirklichkeit“, freute sich Scharf. „Es folgten preisgekrönte Filme und tolle Dokumentarproduktionen wie ,Das grüne Wunder – unser Wald’, gedreht in unseren beiden Nationalparks sowie ,Magie der Moore’.“

Die Ministerin erzählte, dass Hafts Unternehmen „eines der erfolgreichsten in der deutschen Natur-Filmbranche ist; das belegen auch die zahllosen Preise“. Er hat unter anderem den Deutschen Biodiversitätspreis 2014 der Heinz Sielmann Stiftung erhalten, die „Beste Kamera“ für den Zweiteiler „Mythos Wald“ und mehr als 30 Preise alleine für den Film „Die Wiese“.

„Seine Filme lösen bei den Menschen Begeisterung für die Natur aus und regen sie über emotionale Bilder zum Nachdenken an“, schwärmte Umweltministerin Scharf. „Damit leisten seine Filme einen wichtigen Beitrag zum Umweltbewusstsein in der gesamten Bevölkerung.“

Wolfgang Krzizok

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