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Feiern im Autohaus: Seit vielen Jahren veranstaltet der Eigenheimerverein Dorfen seine Festlichkeiten in der Ausstellungshalle von Opel Forster in Dorfen. Dort fand jetzt auch die Jubiläumsveranstaltung zum 75-jährigen Bestehen statt. 

Eigenheimerverein Dorfen

Seit 75 Jahren Sprachrohr der Hausbesitzer

Der Eigenheimerverein Dorfen feiert 75-jähriges Bestehen. Der drittgrößte Stadtverein sieht sich als lokaler Interessenvertreter der Haus- und Grundstücksbesitzer. Der Landverband tritt auf landes- und europäischer Ebene für die Interessen der Mitglieder ein.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – Der Präsident des Eigenheimerverbands Bayern, Wolfgang Kuhn, zeigte sich bei der Jubiläumsfeier beeindruckt von den Leistungen der Dorfener Eigenheimer. Die Isenstädter gehören mit knapp 1100 Eigenheimern zu den mitgliederstärksten Vereinen im Landesverband. Der zählt derzeit rund 80 000 Mitglieder. Der Landesverband „als eine Etage drüber“ sei letztlich für die im Verein organisierten Haus- und Grundbesitzer „das Sprachrohr zur Politik und anderen Verbänden“.

Gratulation (v.l.): Landesvorstandsmitglied Alexander Metelka, Ortsvorsitzender Sebastian Sperr und der Präsident des Eigenheimerverbands Bayern, Wolfgang Kuhn.

Der Verband bietet unter anderem kostenlose Rechtsberatung an und prüft die Rechtmäßigkeit von Gesetzen, etwa aktuell die Straßenausbaubeitragssatzung, „ob sie nicht zu belastend“ für Haus- und Grundbesitzer seien. Bei der Straßenausbaubeitragssatzung bereitet der Verband derzeit eine Klage vor. Die Eigenheimer sind inzwischen „einer der größten Vereine in der Stadt“, lobte Bürgermeister Heinz Grundner die Entwicklung und gratulierte herzlich zum Jubiläum: „Der Verein steht seinen Mitgliedern zur Seite.“ So habe etwa der Vorsitzende, Stadtrat Sebastian Sperr, im Stadtrat zur Straßenausbaubeitragssatzung klar die Belange von Haus- und Grundstücksbesitzern vertreten. „Eigenheimer brauchen ihren Anwalt, um die eigenen Positionen zu unterstützen.“ Da hätten die Mitglieder in Dorfen „einen schlagkräftigen Ortsverein, aber auch einen starken Landesverband“, lobte Grundner. In den 75 Jahren ihres Bestehens seien die Eigenheimer zu einem „wichtigen Bestandteil für die Stadt geworden“, sagte Grundner.

Vorsitzender Sperr hatte zuvor den Verein vorgestellt und erklärt, eine Mitgliedschaft beim Eigenheimerverein Dorfen „bringt viele Vorteile“. Er nannte zahlreiche Einkaufsrabatte und vor allem die im Jahresbeitrag von 24 Euro kostenlos enthaltene Haus- und Grundstücks- sowie Bauherrenhaftpflichtversicherung. Dazu biete der Verein umfangreiche Leihgeräte, die Haus- und Gartenarbeit erleichtern, Baumschneidekurse und Fachvorträge zu aktuellen Themen.

Gegründet wurde der Verein 1942 von sieben Stadtbürgern als „Siedlervereinigung Dorfen“ mit dem ersten Vorsitzenden Bartholomäus Maier, berichtete Sperr. Nach einer Flaute brachte der 1966 gewählte Stadtbeamte Josef Baader den Siedlerverein voran. Der Verein wuchs in nur zwei Jahren von 32 auf 170 Mitglieder. Im April 1999 beschloss die Mitgliederversammlung die Namensänderung in „Eigenheimerverein Dorfen e. V.“. Im selben Jahr wurde Sperr Vorsitzender, der mit seinem Führungsteam seither die Mitgliederzahl von 600 auf heute fast 1100 gesteigert hat.

Abends war die gut organisierte Jubiläumsfeier allerdings nicht mehr sonderlich gut besucht. „Schade“ fanden das der Vorsitzende und die vielen fleißigen Helfer.

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