Einigung mit Anwohnern

Sinnesgarten raubt niemandem die Sinne

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Dorfen - Anwohner an der Etzkapelle verwahren sich gegen die Darstellung, den „Garten der Sinne“ für Demenzkranke verhindern zu wollen.

Demenzkranke sollen die Freude am Leben möglichst lange behalten. Das ist das Ziel des städtischen Projekts „Miteinander – Füreinander“. Ein wichtiger Puzzlestein in diesem Bestreben ist der an der Etzkapelle errichtete „Garten der Sinne“. Bei der Vorstellung des Projekts im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrates wurde aber bedauert, dass Anwohner gegen den dort errichteten „Garten der Sinne“ massive Einwände haben.

Mehrere Anwohner haben jetzt gegenüber der Heimatzeitung klargestellt, dass dem nicht so sei. Man habe prinzipiell keine Einwände gegen den Sinnesgarten, habe allerdings Kritik an der Art und Weise vorgebracht, wie die Stadt das Projekt realisiert habe – „nämlich ohne vorher mit den Anwohnern zu sprechen“, so Heidrun Buchmann-Wurz. Die Stadt habe mit dem Bauarbeiten einfach begonnen, ohne dafür die nötige Bebauungsplanänderung durchzuführen. Der Garten wäre dabei so nahe an die Grundstücke der Anwohner gerückt, dass die Privatgärten hätten nicht mehr angefahren werden können. Einwände habe man auch dagegen vorgebracht, direkt an den Privatgärten eine mobile Toilette aufzustellen. Befürchtet wurde eine „Zweckentfremdung“, denn schon jetzt werde das Areal von Jugendlichen mit leeren Bierflaschen, Zigarettenkippen und Pizzaschachteln regelrecht vermüllt.

Nach mehreren Gesprächen in der Stadtverwaltung seien die Probleme aber ausgeräumt worden. Die Anwohner haben daraufhin dem Bau des Sinnesgartens zugestimmt. Dass dies jetzt anders dargestellt werde, sei unverständlich, so die Nachbarn.

Franz Wandinger, der Leiter der Bauverwaltung, hat auf Nachfrage der Heimatzeitung die Aussagen der Nachbarn bestätigt. Diese seien „nie grundsätzlich gegen den Garten gewesen“. Die Stadt habe mit den Anwohnern eine Einigung erzielt. Die zur Errichtung des Sinnesgartens notwendige Befreiung vom Bebauungsplan sei erfolgt. Teil der Einigung sei, dass auf dem Areal keine Toilette errichtet werde. Die größte Befürchtung der Anwohner, dass Jugendliche weiter Dreck hinterlassen würden, nehme man ernst. Die Gemeindejugendpflegerin werde auf die Jugendlichen des benachbarten Jugendzentrums einwirken, dass diese sich von dem Areal fernhielten.

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