Autor Anton Renner

(BE)MERKENSWERTES DER WOCHE

Sinnfreies Lärmen im Garten der Sinne

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Der „Garten der Sinne“ raubt Nachbarn den letzten Nerv. Dazu ein Kommentar von Redakteur Anton Renner.

„Miteinander – Füreinander“. Das ist der Name des städtischen Projekts, das zum Ziel hat, an Demenz erkrankten Menschen lange die Freude am Leben zu erhalten. Als wichtiger Puzzlestein wurde Anfang 2016 der Garten der Sinne an der Etzkapelle eingerichtet. Damit wollte man erreichen, dass Erkrankte die Landschaft bewusst wahrnehmen können und dort ein Treffpunkt für Kranke und Gesunde entsteht.

Warum der Garten der Sinne bislang von der Lokalen Allianz für Demenz nicht genutzt wird, bleibt ihr Geheimnis. Verständlich ist aber die Verärgerung der Nachbarn, die durch sinnfreies Lärmen Jugendlicher im Sinnesgarten regelmäßig um ihren Schlaf gebracht werden. Vor über einem Jahr hat die Stadt schon zugesagt, für Abhilfe zu sorgen. Passiert ist nichts. Mediatoren sollen jetzt Nachbarn und Jugendliche an einen Tisch bringen. Die Frage ist nur, zu was? Gespräche mit den Jugendlichen haben die Anwohner ja schon erfolglos geführt – sie wurden ausgelacht. Sollen die Nachbarn etwa bis in den Morgen hinein mit den Jugendlichen mitfeiern? 

Die Stadt gibt hier ein ganz schlechtes Bild ab. Die Ruhebedürftigkeit der Anwohner wird der Partylaune von Jugendlichen untergeordnet. Und das auch noch an einem Ort, der nicht zum Feiern vorgesehen ist.

Hier geht es zum Bericht zum Kommentar.

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