Manuel Neuer operiert! Keeper fällt aus

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Fast wie vor 30 Jahren: Georg Ringsgwandl, der in den 70er-Jahren schon in der Dorfener Soafa gespielt hatte, trat vor ausverkauftem Haus im Jakobmayer-Saal auf. Foto: Zimmerer

Ringsgwandl im Jakobmayer

Skurriler Liedermacher mit Tiefgang

Wo Ringsgwandl draufsteht, ist auch Ringsgwandl drin. Die Zuschauer im ausverkauften Jakobmayer-Saal mussten sich keine Sorgen machen. Sie wurden von dem skurrilen Liedermacher und Geschichtenerzähler mit Hang zum Tiefsinn nicht enttäuscht.

Dorfen – Dass er sich bereits im Ruhestandsalter befindet, ist ihm nicht anzumerken. Produktiv und rastlos wie eh und je, kündigt Ringsgwandl gleich zu Beginn ein neues Album an. Zunächst spielt er jedoch „Setz di hi und sei mei Freind“, eines seiner ersten Lieder aus den 70er-Jahren, als er auch schon öfter zu Gast in Dorfen war. Damals in der Soafa, wo die heutige Kulturmanagerin vom Jakobmayer, Birgitt Binder, noch die Wirtin war.

Und damals wie heute zeigt der Musikpoet sich als Frauenversteher mit animalischem Antrieb („Im nächstn Lebn werd i a Kater“), wobei er stets betont, dass seine Texte nicht immer autobiografisch sind. Die von ihm sezierten menschlichen Eigenarten und Verhaltensweisen seien (natürlich) vielmehr seinem Bekanntenkreis und der Verwandtschaft geschuldet.

In gewohnter Weise schlägt Ringsgwandl auch bei seinen neuen Stücken kritische Töne an. „So wia’s is, is furchtbar, aber anders deafs net sei“, heißt es da im Text, oder „Des ganze Geld is sinnlos wia a Rausch“. Nachdenkliches gibt es bei „Hintn in da Oberpfoiz“, das ganz im „Staffabruck“-Stil daherkommt, und als Sinnbild für unsere Gesellschaft kann man „Ratzn gibt’s oiwei“ deuten.

Die meisten Lacher erntet Ringsgwandl für seine „Vroni von der verkehrsberuhigten Zone“. Das Lied müsse er „als Bewährungsauflage“ für verbale Entgleisungen gegenüber einer Politesse singen. Seine Schlagfertigkeit stellt er unter Beweis, als im Saal ein Baby schreit. Ringsgwandl: „Ist das Kind von mir? Dann kann mein Urologe seinen Gesellenbrief zurückgeben.“

Begleitet wird „der Georg“, wie ihn Dorfens Kulturmanagerin Binder nennt, von den Filigranmusikern Daniel Stelter (Gitarre, Mandoline), Christian Diener (Bass) und Tommy Baldu (Schlagwerker), die mal jazzig und mal funkig sich Bestnoten verdienen.

Albert Zimmerer

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