Eine gute Lebensqualität und eine würdige Lebensgestaltung wird von der Nachbarschaftshilfe Senioren ermöglicht, etwa beim Tanzcafé.

15 Jahre Nachbarschaftshilfe Dorfen

Die soziale Feuerwehr in der Stadt

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Dorfen - Die Nachbarschaftshilfe Dorfen gilt als die soziale Feuerwehr in der Stadt. Ob Alleinstehende, pflegende Angehörige, Senioren oder junge Familie: Wenn Not am Mann ist und Hilfe gebraucht wird, sind die ehrenamtlichen Helfer zur Stelle. Am Samstag feiert die Nachbarschaftshilfe 15-jähriges Bestehen.

Die Nachbarschaftshilfe Dorfen ist eine wichtige Säule im sozialen Netzwerk der Stadt Dorfen. Drei Projekte hat der gemeinnützige Verein unter seinem Dach: Nachbarschaftliche Hilfe, Helferkreis Demenz und die Tafel. 90 der gut 120 Mitglieder bringen sich aktiv in die ehrenamtliche Arbeit ein. Der Leitgedanke dabei heißt „Gemeinsam statt einsam“. Seit Bestehen der Nachbarschaftshilfe ist Hilde Mittermaier deren Vorsitzende. Sie hat vor 15 Jahren zusammen mit Monika Rudolf, Gitte Sterr und Elisabeth Schaffer den Verein gegründet. Abertausende Stunden haben sich die Helfer seither ehrenamtlich für Menschen, die Hilfe brauchen, engagiert. Die Motivation dazu ist recht einfach: „Mir ist es im Leben gut gegangen. Ich gebe daher gerne etwas an die Gesellschaft zurück“, spricht Mittermaier aus, was die meisten Mitglieder dazu bewegt, sich für andere Menschen einzubringen.

In der Nachbarschaftlichen Hilfe springen die Helfer ein, wenn ein in einer Familie eine Notsituation eintritt, etwa wenn die Mutter erkrankt. Aber ach stundenweise Betreuung von Kindern und Senioren gehört zum Aufgabengebiet, ebenso Begleitung zum Arzt oder zu Behörden.

Die Dorfener Tafel versorgt derzeit etwa 50 Haushalte.

Seit 13 Jahren betreibt die Nachbarschaftshilfe auch die Dorfener Tafel. Dort werden Lebensmittelspenden an bedürftige Mitbürger ausgegeben. Es sind alleinerziehende Frauen und Männer, Schwerkranke, Langzeitarbeitslose und Dorfener mit geringer Rente, die so unterstützt werden. Seit gut einem Jahr kommen auch Asylbewerber zur Tafel. Jährlich werden mehr als 20 000 Kilogramm Lebensmittel verteilt, das sind im Durchschnitt wöchentlich mehr als 400 Kilogramm. In Anspruch genommen wird die Einrichtung derzeit von etwas mehr als 50 Haushalten. Die Bedeutung der Tafel nimmt seit Jahren zu. Gerade die drohende Altersarmut führt dazu, dass immer mehr Rentner auf diese Art der Unterstützung angewiesen sind. „Niemand muss sich schämen, zur Tafel zu kommen“, sagt Mittermaier, und verweist darauf, dass gerade die ältere Generation noch immer große Scheu hat, Hilfe anzunehmen.

Immer größer werden auch die Aufgaben des Helferkreis Demenz. 24 geschulte Helferinnen und Helfer sind hier im Einsatz und übernehmen stundenweise die Betreuung demenzkranker Angehöriger in der häuslichen Umgebung. Dadurch bekommen die pflegenden Angehörigen etwas freie Zeit für sich.

Dass es in einem wohlhabenden Land wie Deutschland notwendig ist, dass es Vereine wie die Nachbarschaftshilfe oder die Tafel überhaupt geben muss, das beschäftigt Mittermaier auch. Ihre Antwort darauf: „Nicht alles, was für andere Menschen getan wird, muss auch bezahlt werden.“ Dennoch sieht sie auch Versäumnisse in der Politik, „die nicht in die Zukunft gewandt“ sei.

Jubiläumsfeier

Am morgigen Samstag, wird das 15-jährige Bestehen der Nachbarschaftshilfe in den Vereinsräumen in der Haager Straße 22 gefeiert. Um 11 Uhr findet ein Festakt statt. Ab 12 Uhr wird eine lange Tafel mit Bewirtung aufgebaut. Spenden haltbarer Lebensmittel werden gerne entgegengenommen. Die Nachbarschaftshilfe verdoppelt diese.

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