Meindl-Areal

SPD fordert städtebaulichen Wettbewerb

Der Dachziegel-Hersteller Creaton hatte 2015 in seinem Werk in Dorfen die Produktion komplett eingestellt. Auf dem Areal der früheren Ziegelei Meindl soll in den nächsten Jahren nun eines der größten Wohnquartiere in Dorfen entstehen.

Dorfen – Das 23 Hektar große Firmenareal ist im Eigentum der ETEX Holding. Einer ersten Planungsvorstellung des Unternehmens im Stadtrat zufolge soll dort im oberen Südteil Gewerbe und zusätzlich im mittleren und unteren Bereich an der Bahnlinie Wohnraum für bis zu 1800 Bewohner entstehen.

Die SPD-Fraktion im Stadtrat ist alarmiert. Dorfens Genossen befürchten, „die ETEX-Group will auf dem Gebiet so viele Wohneinheiten wie möglich realisieren, um maximalen Gewinn zu erzielen“. Das erklärte die SPD-Ortsvorsitzende und Stadträtin Simone Jell im Gespräch mit der Heimatzeitung. Das könne jedoch „nicht Ziel einer verantwortungsvollen, nachhaltigen Stadtplanung sein“. Neben einer „vernünftigen“ Erschließung des Gebietes müsse die Stadt Dorfen bei der Entwicklung des Areals unbedingt auch darauf achten, dass „Flächen für sozialen Wohnungsbau, Grundstücke für das Einheimischenmodell sowie ein vergünstigtes Grundstück für den Genossenschaftswohnungsbau bereitgestellt werden“.

Als „weitere Eckpunkte“, könne sich die Dorfener SPD generationenübergreifendes, ökologisches und barrierefreies Bauen vorstellen, erklärte Jell. Für die Sozialdemokraten sei es dazu „auch wichtig“, dass in der neuen Siedlung mit über 1000 Menschen Einrichtungen, wie etwa eine Kindertagesstätte sowie Bewegungsflächen geplant werden.

Forderung der SPD ist es, der Stadtrat möge für das Meindl-Areal einen städtebaulichen Wettbewerb als Grundlage für einen Bebauungsplan ausloben. Darin sieht die SPD-Fraktion ein „wirkungsvolles Instrument“, um sämtlichen Interessen gerecht zu werden und „eine vernünftige, zukunftsträchtige Planung zu garantieren“. Der Wettbewerb soll vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum durchgeführt und die Vorgaben vorher vom Dorfener Stadtrat festgelegt werden.

Hermann Weingartner

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