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Riesige Dimension: das Meindl-Areal im Größenvergleich zu Dorfen. Dort soll ein neuer Stadtteil entstehen.

NEUES WOHNGEBIET

SPD: Nicht nach der Pfeife von Etex tanzen

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Bei der Bebauung des Meindl-Areals soll möglichst viel bezahlbarer Wohnraum realisiert werden. „Der Stadtrat und sonst niemand, entscheidet“, postuliert die SPD.

Dorfen – „Wir werden keinesfalls nach der Pfeife der jetzigen Besitzer, der Etex-Holding, tanzen“, untermauerte die Dorfener SPD bei einem Pressegespräch. Die Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Michaela Meister, hob dabei die Planungshoheit der Stadt hervor. „Der Stadtrat und sonst niemand, entscheidet. Wir Sozialdemokraten werden uns jedenfalls dafür einsetzen, dass dort – neben dem Genossenschafts-Modell – auch noch weitere Formen von sozialverträglichem Wohnungsbau realisiert werden.“ Stadträtin und SPD-Vorsitzende Simone Jell hält es für unerlässlich, „für dieses große Gebiet einen Architekten-Wettbewerb auszuschreiben“. Ein entsprechender Antrag sei bereits in Vorbereitung, kündigte Jell an.

Mit ihrer Initiative zur Gründung einer Wohnungsbaugenossenschaft für Dorfen wähnt sich die Dorfener SPD „absolut auf dem richtigen Weg.“

Der stellvertretende Dorfener SPD-Vorsitzende Seppo Schmid ist von der Resonanz des SPD-Vorstoßes angetan. Innerhalb weniger Wochen hätten sich bereits über 30 Interessenten zusammengefunden. In der zweiten Januarhälfte soll es ein weiteres Treffen geben, um der Gründung einer Genossenschaft näher zu kommen. „Wir sehen deutlich“, so Schmid, „dass es ein großes Interesse an dieser Wohnform zwischen Eigentum und Miete gibt. Die Wohnungen bleiben zwar im Eigentum der Genossenschaft, die Mitglieder haben aufgrund ihrer Einlage jedoch ein lebenslanges Wohnrecht, das sogar vererbt werden kann.“ Man müsse also weder eine Kündigung wegen Eigenbedarfs fürchten, noch drohten Luxussanierungen mit entsprechenden Mietsteigerungen.

Die Grundlage für die Gründung einer Genossenschaft wurde in einem Antrag der SPD-Fraktion gelegt, der im November im Stadtrat einstimmig angenommen wurde. Danach wird die Stadt Dorfen, falls sich eine Genossenschaft gründet, dieser ein verbilligtes Grundstück zur Verfügung stellen. Für die SPD-Stadtrat Heiner Müller-Ermann steht außer Zweifel, dass diese Form des sozialverträglichen Wohnungsbaus auch auf dem Areal der früheren Ziegelei Meindl realisiert werden müsse.

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