Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet

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Die Klasse von 2017: die Dorfener Abiturienten.

Gymnasium Dorfen

„Die Spitze des Landkreises erreicht“

Mit 17 Einser-Abiturienten ist Dorfens Gymnasium Spitze. Dies sollte „heftig gefeiert werden“. So lautete der mehrfache Rat bei der Entlassfeier der Absolventen.

Dorfen– Mit einem hervorragenden Gesamtergebnis hat das Dorfener Gymnasium die Spitze im Landkreis erreicht, lobte Landrat Martin Bayerstorfer bei der schönen Entlassfeier mit Übergabe der Abi-Zeugnisse. Vom Abitur-Jahrgang 2017 haben jetzt insgesamt 129 junge Menschen die allgemeine Hochschulreife in der Tasche – davon 17 mit einer Eins vor dem Komma und davon wiederum drei mit der Traumnote 1,0. Insgesamt hat der Entlassjahrgang mit einen hervorragenden Schnitt von 2,29 abgeschlossen. Ausgezeichnet war auch die musikalische Begleitung durch Schüler zwischen den Ansprachen.

Für die neue Schulleiterin, Oberstudiendirektorin Andrea Hafner, war es die erste Zeugnisübergabe an der Dorfener Bildungseinrichtung. Sie sei „sehr stolz“ auf die Leistung der Abiturienten. Angesichts der guten Noten könnten sie „zu Recht strahlen und feiern“ mit der Warnung: „Der Zustand des Glücks ist nur von kurzer Natur.“ Hafner war es auch „sehr wichtig“, sich bei allen zu bedanken, die die Schüler in der Schulzeit unterstützt haben.

Die Schulleiterin riet den jungen Leuten, Zufriedenheit zu erreichen, was verlange, ständig an sich selbst zu arbeiten. Insbesondere müsse man sich klar werden, was einem selbst im Leben wirklich wichtig ist. Und von Zeit zu Zeit müsse man dann neue, komplizierte, ungewisse Dinge tun, auch wenn es schwierig sei. Am Ende gab es den Wunsch für eine erfolgreiche Zukunft der Schüler und den Rat: „Ergreift die Chancen, die das Leben bietet, bleibt dabei ehrlich zu euch selbst und offen für andere, deren Meinungen und Interessen.“

Für die Abiturienten sprachen Laura Keidel und Vitus Hösl. Sie referierten launig über Erlebnisse mit ihren Lehrern und deren Eigenschaften. Diese Erfahrungen hätten „geprägt, die meisten gut, einige schlecht und manche haben mit Sicherhit den Wunsch Abi-Schnitt geraubt“. Trotzdem sei man den Lehrern zu Dank verpflichtet, „die uns eine ganze Menge mit auf den Weg geben haben“. Man habe Kompetenzen erworben, die die Schüler gut nutzen könnten, „um im Leben eine ganze Menge anzufangen, was die Meisten vor haben“. Den Abiturienten stünden „große Veränderungen bevor“. Man werde erleben, wie Bestellungen per Drohne kommen und der erste Mensch den Mars erreicht. Man sei „eine Generation die verändern wird, verändern muss“. Das Fundament sei an der Schule gelegt worden. Mit den Möglichkeiten könne man nun die eigene Zukunft und die folgender Generationen gestalten.

„Ich sehe nur Siegertypen, Leute die heute glücklich sind und feiern wollen, weil sie was ganz, ganz Wichtiges geschafft haben, das Abi-Zeugnis“, sagte Bayerstorfer. „Egal, wie sie es geschafft haben, sie können stolz darauf sein.“ Und ebenso die Eltern und Lehrkräfte.

Claus Kratzer, Isabel Ostner und Johannes Scheffler haben das Abi sogar sensationell mit 1,0 geschafft. Rechne man die Anzahl der Einserschüler, so wurde am Dorfener Gymnasium prozentual „die Spitze des Landkreises erreicht. Respekt was hier geleistet wird“, lobte der Landrat. Die Abiturienten hätten „unglaublich viel erreicht und einen wichtigen Meilenstein im Leben gesetzt“. Mit der allgemeinen Hochschulreife sei ein Grundstock gesetzt mit Schlüsselqualifikationen, der die Schüler für alles befähige. Bayerstorfer ermunterte die jungen Leute, sie sollten anpacken, sich einmischen, selber Verantwortung übernehmen und sich dabei in Staat und Gesellschaft einbringen. Zum Schluss gab es einen Rat vom Landkreischef: „Feiern sie nicht zu knapp, so ein Ereignis sollten sie intensivst begehen und wirklich richtig hinlangen.“

Als Vertreter des „Silbernen Abiturjahrgang“ erzählte Matthias Holz gleich eine Anekdote zum Abi-Streich. Dabei sei sein Jahrgang damals als „Terrorkommando K 13“ mit Masken und einheitlichen T-Shirts mit Wasser-Maschinenpistolen in die Klassenzimmer gestürmt und habe Geiseln genommen. Damals sei man unbedarft in noch anderen Zeiten gewesen. Holz schilderte dann, was aus seinen Schulfreunden so geworden sei. Da seien einige illustre Karrieren dabei, neben einige Professoren im Ausland und einer Rodeo-Reiterin in Texas auch mittellose Künstler. Der Prominenteste habe es nur bis zur 10. Klasse geschafft, dann aber bei Amazon auf Platz eins der Reggae-Downloadcharts.

Zur Frage, was ist wichtig sie im Job, sagte Holz: Gut bezahlt sei nicht das Schlechteste, aber auch nicht das Wichtigste. Man sollte Spaß am Beruf haben und die „Life-Balance“ sollte passen. Und der Job sollte Freizeit lassen und nicht krank machen. Den Schülern riet er: „Bleibt vernetzt und nützt den Abi-Sommer zum richtig Gas geben und richtig feiern.“

Hermann Weingartner

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