„Lass mich dein Badewasser schlürfen“, sangen die Herren des Dorfener Chors Lyrico Vocale flehend im Jakobmayer-Saal. Foto: Weingartner

Lyrico Vocale

Spürbare Liebe

Dorfen - Zwei Konzerte, zwei Mal ausverkauft, zwei Mal ein begeistertes Publikum mit über 500 Zuhörern: Dorfens beliebter Chor Lyrico Vocale unter der Leitung von Lydia Ulrich-Riedl gab am Valentinstag im Jakobmayer-Saal zwei mitreißende Konzerte.

Beim Nachmittagskonzert hatten sich vor dem Einlass die Besucher sogar bis auf den Gehsteig vor dem Jakobmayer-Kulturhaus zurück gestaut. Nicht alle fanden Einlass aufgrund des Andrangs. Die heftig geforderte Zugabe am Ende der Vorstellungen war gleichzeitig das Fazit eines romantisch, schönen Konzertnachmittags und -abends: „Can You Feel the Love Tonight“ aus der „König der Löwen“ von Sir Elton John komponiert. Ja, der Chor machte sie spürbar „ … die Liebe“.

Das Programm, herrlich gesungen, entfachte Frühlingsgefühle pur bereits im Februar. Romantik kennt eben keine Jahreszeiten und Lyrico Vocale hat zum Valentinstag nicht ein nur passendes, sondern auch ansprechendes Programm geboten. Der erste Teil war geprägt von klassischen, deutschen Liebesliedern, wie etwa „In einer kleinen Konditorei“ und der zweite Teil von englischen Love-Songs, wie „Cant’t help falling in love“ (Elvis Presley). Es gab auch Showeinlagen. Da wurde plötzlich Chormitglied Katharina Bauer auf die Bühne getragen, sich rekelnd in einer Badewanne. Es kommt, was alle ahnen, ein Hit der Comedian Harmonists. Und die Herren des Chors sind eifrig bemüht: „Lass mich dein Badewasser schlürfen, einmal dich abfrottieren dürfen, und deine Oberweite messen . . .“. Mit „Melodien zum Verlieben“ wurde das Publikum in die Pause entlassen.

Den zweiten Teil eröffnete Lyrico Vocale mit Mr. „Sex Maschine“ James Browns „I got you“, allerdings in einer weit ruhigeren Version, als das Original, aber trotzdem schön. Verena Obermüller (Alt) zeigte ihr Können als Solosängerin bei „Make you feel my love“ (Adele). Sie hatte zusammen mit der zweiten Solosängerin Regina Bauer (Sopran) am Ende bei „Somebody to love“ (Queen) noch mal Power gegeben. Zwischendrin dirigierte Lydia-Riedl auch Solo-Ensembles aus dem Chor heraus. Das Konzert kam ganz ohne Kommentare aus. Der letzte Ton war dann aber doch gesprochen: „Es hat wahnsinnig Spaß gemacht“, bedankte sich die Chorleiterin.

Hermann Weingartner

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