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Immer voll sind die Radlständer am Dorfener Bahnhof: Neue sind erst für nächstes Jahr geplant.

Parksituation am Dorfener Bahnhof

Stadt baut mehr Radlständer – aber erst 2019

Parken am Dorfener Bahnhof ist ein Problem – vor allem, wenn man morgens spät dran ist. Egal, ob mit dem Auto oder dem Fahrrad, Stellplätze sind dann kaum noch zu finden. Ein Parkprovisorium soll heuer erweitert werden.

Dorfen – Bei den Vorberatungen zum Haushalt 2018 der Stadt Dorfen (wir berichteten) hat sich der Bauausschuss des Stadtrats auch mit neuen Anträgen zur Lösung der Parkplatznot am Bahnhof beschäftigt. Mittel dafür sollen im Haushalt berücksichtigt werden, berichtete die Leiterin der Finanzverwaltung, Maria Bauer. ÜWG, CSU und SPD hatten entsprechende Anträge gestellt.

Das Projektvolumen des Haushalts beträgt fast 19 Millionen Euro. Davon sind für Parkplatzmaßnahmen am Bahnhof bis 2020 insgesamt 310 000 Euro eingeplant. Die Stadt hatte 2013 östlich des Bahnhofs am Bahnübergang zum Meindl-Areal über 100 neue Parkplätze als Provisorium geschaffen. Insgesamt stehen am Bahnhof den Pendlern heute rund 450 Parkplätze kostenlos zur Verfügung. Fast 300 000 Euro hatte die Stadt 2012 in den Bau von 400 neuen Fahrradständern links und rechts neben dem Bahnhofsgebäude investiert. Radlständer und Parkplätze reichen aber längst nicht mehr aus.

Derzeit wird das Baugebiet „An der Mühlleite“ bebaut, und das 23 Hektar große Meindl-Areal soll die nächsten Jahre entwickelt werden. Die Pendlerzahlen am Dorfener Bahnhof werden also weiter steigen und damit auch die Parkplatznot, war man sich im Bauausschuss einig.

Die SPD hatte einen Antrag auf zusätzliche Fahrradständer eingebracht, sagte Bauer. Für die Umsetzung 2019 sind im Investitionsplan 60 000 Euro eingeplant. Heiner Müller-Ermann (SPD) sieht weitere Radlständer als „vordringlich“, denn sogar jetzt, in der kalten Jahreszeit, finde man morgens „oft keinen freien Radlständer mehr“. Das Verkehrschaos in Dorfen nehme zu, und die Pendler nützten vermehrt das Radl zum Bahnhof. Da die heuer geplante Kompletterneuerung der B 15-Isen-Brücke mit mehrere Monate langer B 15-Vollsperrung kürzlich um einige Jahre verschoben wurde, sei der Bau neuer Radlständer aber nicht mehr ganz so dringend, war die vorherrschende Meinung im Gremium.

Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) bremste Müller-Ermann. Zuerst müsse man im Bahnhofsbereich einen Standort für eine neue Radl-Parkanlage finden. Westlich des Bahnhofsgebäudes gibt es keine Möglichkeit mehr für Fahrrad-Ständer. Ein Vorschlag von Martin Heilmeier (LDW), dort eine kleinere Fläche zu nutzen, die direkt bis an die Gleise reicht, wurde als zu gefährlich verworfen.

Bleibt also nur der östliche Bereich neben dem Bahnhofsgebäude. Dort sind derzeit Autoparkplätze und auch die geplante, östliche Verschiebung des neuen Bahnhofs im Zuge des zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke ist zu berücksichtigen. Der Bau neuer Radlständer wurde als notwendig erachtet, aber erst mal auf 2019 verschoben. Dann soll die Standortfrage geklärt sein.

Der Antrag der CSU zielte auf den Bau eines Parkhauses ab und der ÜWG-Antrag auf eine zunächst provisorische Erweiterung des Parkplatzes östlich des Meindl-Bahnübergangs auf dem noch freien Areal. Der östliche Parkplatz an der Bahnhofstraße grenzt an eine Ackerfläche. Auch dieser Bereich soll heuer noch provisorisch hergerichtet werden mit einer einfachen Kiesfläche. 50 000 Euro sind im Haushalt eingeplant.

Wie der Bereich künftig genutzt wird, ist noch unklar. Neben einem Parkhaus oder Parkdeck, das die CSU fordert, könnte dort auch der neue Standort für das Gerätehaus der Feuerwehr Hausmehring entstehen. Mit der Umsetzung größerer Baumaßnahmen, wie die endgültige Befestigung der Parkprovisorien oder gleich eine Park & Ride-Anlage, rechnet die Finanzverwaltung erst 2020. Da sind 200 000 Euro im Haushalt eingeplant. Für ein Parkhaus reiche die Summe natürlich nicht, sagte Bauer. Den geplanten Investitionen stimmte das Gremium zu.

Hermann Weingartner

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