An Grundschulen

Stadt baut Mittagsbetreuung aus

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Dorfen - Immer mehr Schüler nehmen die Mittagsbetreuung an den Dorfener Grundschulen in Anspruch. Das Angebot wurde jetzt ausgeweitet. Der Stadtrat hat eine neue Benutzungs- und Gebührensatzung erlassen.

Die Satzungsanpassung ist notwendig geworden, weil das bisherige Regelwerk aus dem Jahr 2004 nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten entsprach. Denn in der Grundschule Dorfen-Süd ist die Mittagsbetreuung unter anderem auf 16 Uhr ausgeweitet worden.

An den beiden Dorfener Grundschulen Nord (Schulzentrum) und Süd (Mühlanger) nehmen derzeit insgesamt 65 Kinder die Mittagsbetreuung durch die Stadt in Anspruch. In der Grundschule Nord findet diese von 11 bis 14 Uhr statt, in der Schule Süd von 11 bis 16 Uhr.

Die Mittagsbetreuung bietet Schülern berufstätiger Eltern eine pädagogisch ausgerichtete Betreuung an. Den Schülerinnen und Schülern wird dabei die erforderliche Entspannung und Ruhe nach dem Unterricht ermöglicht. Es wird Kindern der ersten bis vierten Klassen aber auch Gelegenheit geboten, allein oder im Umgang mit anderen zu spielen, kreativ tätig zu sein, positives soziales Verhalten zu üben und ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Die Schüler haben außerdem die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben zu erledigen.

Für Kinder, die bis 14 Uhr bleiben, können Eltern kostengünstig ein Mittagessen zubuchen. Für Schüler, die bis 15 oder 16 Uhr bleiben, ist die Zubuchung eines Mittagessens Pflicht. Derzeit kostet ein Mittagessen 13 Euro monatlich pro gebuchtem Wochentag. Das Essen wird vom Betreiber des Kiosks in der Grundschule Dorfen Nord zubereitet.

Die Stadt betreibt die Mittagsbetreuung an den Grundschulen bereits seit den 90erJahren und hat damit früh darauf reagiert, dass einerseits in vielen Familien beide Elternteile berufstätig sind, andererseits die Zahl alleinerziehender Eltern immer größer wird. Von Anfang an hat die Stadt die Mittagsbetreuung auch finanziell gefördert. So wurden etwa 2014 für die Mittagsbetreuung an der Schule Nord 12 000 Euro zugeschossen, für die Schule Süd 5000 Euro. Der größere Teil der Kosten wird über Elterngebühren und Zuschüsse des Freistaates gedeckt.

Die neue Satzung regelt unter anderem, wer in das Betreuungsangebot aufgenommen werden kann. Im Falle nicht genügend freier Plätze haben Kinder, deren Vater oder Mutter alleinerziehend und berufstätig ist, sowie Kinder, deren Familien sich in einer besonderen Notlage befinden, den Vorzug. Kinder, die erkrankt sind, dürfen die Mittagsbetreuung nicht besuchen. Vom Betreuungsangebot ausgeschlossen werden können solche Schüler, die etwa auf Grund von Verhaltensstörungen sich oder andere Kinder gefährden, oder wegen ihres Verhaltens nicht in eine Gruppe integriert werden können.

Die Gebühren für die Mittagsbetreuung wurden nicht erhöht. Sie liegen zwischen 30 und 60 Euro im Monat, je nachdem, welche Zeiten gebucht werden.

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