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Das Areal der Ziegelei Meindl (rot eingefasst): Knapp 11 Hektar sollen Wohnfläche (orange) werden, 6,9 Hektar Gewerbefläche (blau) und 3,3 Hektar Grünfläche (grün).

Bauleitplanung in Dorfen

Stadt beugt sich der Regierung

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Dorfen - Die Stadt muss die Änderung des Flächennutzungsplanes umkrempeln. Regierung und Behörden haben teils gravierende Einwände gegen Flächen für Wohnen und Gewerbe. Als Ersatz dafür soll das Areal der Ziegelei Meindl überplant werden. Dort soll ein neuer Stadtteil entstehen.

 Es sind große Steine, die Regierung und Landratsamt der Stadt Dorfen bei der Entwicklung immer wieder in den Weg legen. So auch bei der 14. Änderung des Flächennutzungsplanes. In seiner Sitzung heute Abend (19 Uhr, Sitzungssaal der Sparkasse) soll der Stadtrat eingegangene Stellungnahmen behandeln und danach einen Billigungsbeschluss fassen.

Die Verwaltung hat dazu umfangreiche Vorschläge gemacht, damit der Flächennutzungsplan genehmigungsfähig werden kann. Zahlreiche geplante Wohn- und Gewerbeflächen sollen aus der Bauleitplanung wieder herausgenommen werden. So unter anderem das als Wohngebiet geplante Areal südlich Hampersdorf am Ende der Leiten mit einer Größe von 2,6 Hektar, ein 2,1 Hektar großes Areal nördlich von Kloster Moosen zwischen Bahnlinie und Ort. Auch die über 15 Hektar großen Flächen östlich und südlich des HAWE-Betriebes, die als Gewerbegebiet geplant waren, sollen ad acta gelegt werden, ebenso die neun Hektar Grund bei Winkl am südlichen Stadtrat. Weitgehend Wegfallen soll auch das geplante, 9,8 Hektar große Wohngebiet südlich der ehemaligen Wasserreserve beim Oberfeld. Nur ein Hektar sollen hier noch ausgewiesen werden.

Ersatz für die wegfallenden Flächen soll jetzt das Areal der ehemaligen Ziegelei Meindl bringen. Dort plant der Eigentümer des Geländes, der belgische Baustoffkonzern Etex S.A. Flächen für Wohnen und Gewerbe. Nicht nur im Rathaus sieht man das aus städtebaulicher Sicht als „großen Wurf“. Auch Planerin Ute Wellhöfer, die für die Stadt die Flächennutzungsplanung betreut, sieht das so. Der Stadtrat muss heute Abend darüber entscheiden, ob der dem Vorhaben des belgischen Konzerns zustimmt. Demnach sollen auf dem derzeit als Gewerbegebiet ausgewiesenen Areal zu den 6,9 Hektar Gewerbeflächen fast elf Hektar Wohnbauflächen und ein 3,3 Hektar großer Grüngürtel hinzukommen.

Das ehemalige Ziegelwerk Meindl, das zum Markenverbund der Creaton AG gehört, ist derzeit gerade in der Phase der Schließung. Die Dachziegelproduktion ist bereits eingestellt worden. Zum Jahresende wird das Werk endgültig geschlossen. Der Abbruch der bestehenden Fabrikgebäude soll Anfang 2017 erfolgen. Die stadtnahe Lage des Areals der früheren Ziegelei wird als geradezu ideal angesehen, auch weil insbesondere die fußläufige Anbindung an Bahnhof und Stadt gut gelöst werden kann.

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