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Lebendiges Brauchtum: Schneidig aufmarschiert sind die Festvereine, wie zum Beispiel die Altschützen Grüntegernbach.

141. Dorfener Volksfest

Die Stadt ist fest in Schützenhand

Es war der Höhepunkt zum Ende des 141. Dorfener Volksfestes: der große Schützenzug. Mehr als 25 Vereinsabordnungen und sechs Musikkapellen marschierten am Sonntag bei optimalem Wetter durch die Stadt und hinaus zur Festwiese. Dort klang der Tag bei bester Stimmung aus.

Dorfen – Mit rund 1300 Teilnehmern war der Umzug durch die Isenstadt rekordverdächtig. Schon beim Standkonzert an der Marktkirche säumten viele Zuschauer den Auftakt dieser Traditionsveranstaltung. Die Stadtkapelle Dorfen, die Blaskapelle St. Wolfgang und die Bundesmusikkapelle Mühltal aus Tirol stimmten die Dorfener auf den folgenden Schützen- und Trachtenzug ein.

Vom Rupprechtsberg aus krachten die Böller der Holzlandböllerschützen und der Kollegen aus Hofgiebing,und dann ging es mit Marschmusik durch die Altstadt zum Festplatz. Mit dazu kamen dann auch die Buchbacher Blasmusik, der Spielmannszug aus Moosburg und die Blaskapelle aus Schwindegg sowie mehrere Pferdegespanne und Kutschen, die mit Ehrengästen besetzt waren. Die sechs Züge wurden angeführt von den Jubiläumsvereinen Altschützen Grüntegernbach und Altschützen Taufkirchen, die sich neu eingekleidet präsentierten. Auch einige Fahnenträger waren mutig und ließen die Vereinsfahne unter dem Applaus der Zuschauer gekonnt schwingen.

Stark vertreten war heuer auch der Schützengau Erding mit Gauvorstand und den Gaukönigen, und auch der Patengau aus Mühldorf war vorne mit Fahne dabei. In der Festhalle wartete dann auf die Teilnehmer eine frische Mass, für die Jugend und die Kinder ging es mit Freizeichen auf den Vergnügungspark.

Dorfens Bürgermeister Heinz Grundner sprach anschließend in der Festhalle seinen Dank aus an die Organisatoren des Schützengaues Dorfen und allen Teilnehmern, die das Brauchtum und die Tradition in Dorfen mit diesem Schützenzug so großartig pflegten. Die Stadt Dorfen, so bestätigte der Stadtchef, stehe auch weiterhin hinter dem Schützengau und fördert dessen Schützensache.

Respekt und Anerkennung zollte auch Landrat Martin Bayerstorfer allen Teilnehmern am riesigen Schützen- und Trachtenzug. Diese Veranstaltung, so machte Bayerstorfer deutlich, beweise, dass das Schützen- und Trachtenwesen im Landkreis Erding zu einem guten Zusammenleben beitrage. Er wünscht sich gleichzeitig, dass auch in Zukunft für die Jugend dies so weitergeführt werde.

Vom Schützenbezirk Oberbayern überbrachte Bezirksschützenmeister Alfred Reiner seine Glückwünsche zum gelungenen Schützenzug. Er zeigte sich erfreut, dass diese Veranstaltung für das Schützenwesen einen guten Beitrag leiste.

Orientierungslos und oft wenig einsichtig waren beim Standkonzert an der Marktkirche und noch kurz vor Zugbeginn allerdings einige Autofahrer in der Innenstadt unterwegs. Offensichtlich waren die Stadttore für den beginnenden Schützenzug nicht gut genut abgeriegelt oder es waren die noch zuvor abgestellten Fahrzeuge auf der Straße unterwegs, die sich an den schon wartenden Zuschauern vorbeidrängten und auch auf die schon aufgestellten Schützen mit den Musikanten zufuhren. Pferdegespanne, auch vierspännig, waren bereits aufgestellt, aber so mancher Autofahrer wollte da unbedingt noch durch.

Peter Stadler

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