Zwei Millionen für Grundstückskäufe

Stadt will beim Bauen Preisdruck mildern

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Knapp zwei Millionen Euro will die Stadt Dorfen in diesem Jahr für Grundstückskäufe ausgeben. Damit soll preisregulierend auf den Wohnungsmarkt eingegriffen werden.

Dorfen – Hintergrund des beabsichtigten Grundstückskaufs sind Baugebietsausweisungen im Außenbereich. 25 Einzelanträge auf Ausweisung eines Baugebietes mit einer Gesamtfläche von 34 Hektar hat der Stadtrat unlängst behandelt. Die Flächen liegen zwischen Niederham, Dorfen, Hampersdorf und Eibach. Bei zwölf dieser Anträge mit einer Gesamtfläche von 16 Hektar hat der Stadtrat einer Bebauung zugestimmt. Drei Hektar davon werden nach dem beschleunigten Bebauungsplanverfahren (§ 13b BauGB) behandelt. Die Stadt kann in diesem Verfahren, das aufgrund einer Gesetzesänderung möglich geworden ist, Flächen im Außenbereich ohne Änderung des Flächennutzungsplanes und ohne Umwelt- und Artenschutzprüfung in Wohnflächen umwandeln. Möglich ist dies auf Grundstücken, die sich an im Zusammenhang bebaute Ortsteile anschließen und die eine Größe unter 10 000 Quadratmeter haben. Die restlichen 13 Hektar müssen ganz normal das Verfahren der Bauleitplanung durchlaufen. Bei 13 Anträgen lehnte der Stadtrat eine Bebauung der Flächen ab.

Bei den genehmigten Flächen kommt das modifizierte Einheimischen-Modell zur Anwendung. Die Grundstückseigentümer müssen 30 Prozent ihrer Flächen der Stadt zu einem vergünstigen Preis überlassen. Bürgermeister Heinz Grundner hat den Beschluss des Stadtrates begrüßt. Damit sei auch dokumentiert worden, dass die Stadt bei Baugebietsausweisungen „keinen Wildwuchs“ zulasse, sagte der Stadtchef bei einem CSU-Treffen.

Zusammen mit den zwölf Hektar zur Wohnbebauung vorgesehen Flächen auf dem Areal der früheren Ziegelei Meindl stehe in Dorfen die nächsten Jahre ausreichend Bauland zur Verfügung. Die Einwohnerzahl werde um bis zu 2000 Personen steigen, was etwa zehn bis zwölf Prozent der Bevölkerung entspreche. Das habe nicht nur Auswirkungen auf die Infrastruktur wie Kindergärten und Schulen, „diese Menschen müssen auch integriert werden“, sagte Grundner. Schon jetzt seien 20 Prozent der Einwohner in Dorfen Kinder und Jugendliche, jeder fünfte Bürger sei unter 18 Jahre alt. Die Herausforderung der Zukunft werde daher sein, „genau zu prüfen, wie das alles verkraftet werden kann“, sagte Grundner.

Rubriklistenbild: © imago/blickwinkel / imago stock

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