Aus für ein Lagerhaus mitten in der Stadt: Die Brandruine (vorne, M.) darf nicht mehr aufgebaut werden. Das Areal wird von der Stadt als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen. Foto: designloge.de

„Südlich der Rosenaustraße“

Stadt will endgültiges Aus für Lagerhaus

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Kein Lagerhaus mehr in der Innenstadt: Im Bauausschuss des Stadtrates soll dies am Mittwochabend besiegelt werden.

Dorfen – Der Bauausschuss des Stadtrates soll in seiner Sitzung am morgigen Mittwoch (19 Uhr, Sitzungssaal der Sparkasse) die im Juli 2015 erlassene Veränderungssperre für das Areal des bereits zwei Mal abgebrannten Lagerhauses Wastl um weitere sechs Monate verlängern. Damit soll gewährleistet werden, dass das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 107 „Südlich der Rosenaustraße“ abgeschlossen werden kann. Mit Rechtskraft des Bebauungsplanes wird aus dem Areral ein Wohngebiet – ein Lagerhausbetrieb wird damit unmöglich.

In der Sitzung soll der Ausschuss für das geplante Wohngebiet auch spezielle Lärmschutzmaßnahmen beschließen, etwa um die angrenzende Metzgerei Widl im Bestand zu schützen. Die Verwaltung schlägt dazu unter anderem vor, dass innerhalb des Einwirkbereiches der Staatsstraße 20 86 die Fenster und Öffnungen von schutzbedürftigen Wohn- und Schlafräumen an die zur Straße abgewandten Gebäudeseiten orientiert werden müssen. Alternativ könne eine fensterunabhängige Lüftungsanlage installiert werden.

Zwei Mal schon brannte das Lagerhaus Wastl bis auf die Grundmauern nieder. Sowohl 2003 als auch 2013 war die Stadt aufgrund günstiger Wetterbedingungen und einem Großaufgebot an Feuerwehren nur knapp einer Katastrophe entgangen. Doch der 77-jährige Besitzer Erich Wastl ist davon unbeeindruckt. Er will das Lagerhaus wieder aufbauen. Die Stadt will dies jedoch verhindern.

Über das Gebiet, in dem das Anwesen Wastl liegt, ist bereits ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet worden. Die Flächen soll als „Allgemeines Wohngebiet“ ausgewiesen werden. Ein Lagerhaus wäre dann nicht mehr zulässig. Doch der Grundstückseigentümer hat schon vergangenes Jahr angekündigt, auf seinem Vorhaben zu beharren, nötigenfalls rechtliche Schritte einzuleiten und die Stadt auch auf Schadenersatz zu verklagen. Und daran hat sich offenbar nichts geändert. Die Stadt zeigt sich davon aber unbeeindruckt. Aus Sicherheitsgründen dürfe dort kein Lagerhaus mehr entstehen.

Dies könnte jedoch zur Folge haben, dass die Brandruine noch viele Jahre inmitten der Stadt bestehen bleibt. Ein Umstand, der bei einem CSU-Stammtisch vergangenes Jahr als „eine Schande für Dorfen“ bezeichnet wurde. Die Stadt müsse Möglichkeiten ausloten, die Brandruine beseitigen zu lassen, wurde gefordert.

Bürgermeister Heinz Grundner wies damals aber daraufhin, dass dies schwierig sei. Die Situation mit der Lagerhaus-Brandruine sei ähnlich zu sehen wie die bei dem einsturzgefährdetem, unter Denkmalschutz stehenden Zelger-Haus in der Erdinger Straße. Wenn die Eigentümer nicht mitzögen, sei es schwierig, etwas dagegen zu unternehmen. Eine Beseitigungsanordnung ziehe mit Sicherheit einen Rechtsstreit nach sich, meinte Grundner damals. Anton Renner

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