Breitbandausbau

Stadt will Internet-Trassen auch aufs Land

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Dorfen - Die Stadt Dorfen will auch das Land mit schnellem Internet über Glasfaserleitungen erschließen. Der Stadtrat hat dafür die Planungen beschlossen.

Die Stadt kann für die Weiterführung des Breitbandausbaus Fördergelder des Bundes abgreifen. Bis zu 50 000 Euro Zuschüsse bekommt Dorfen, um sich eine planerische Begleitung durch ein Ingenieurbüro zu holen. Der Auftrag wurde an das Freisinger Büro Ledermann vergeben, das von der Industrie- und Handelskammer als Sachverständige für Netze und Dienste in der Telekommunikation bestellt ist. Das Büro hat für die Expertise Kosten in Höhe von 48 000 Euro berechnet. Wie der in Dorfen für den Breitbandausbau zuständige Georg Seitz von der Stadtverwaltung im Stadtrat erklärte, sei das Freisinger Büro „sehr kompetent und fachlich versiert“. Das Büro Ledermann betreue beispielsweise alle Gemeinden im Landkreis Ebersberg.

Das Freisinger Büro wird untersuchen, wo im Gemeindegebiet der Stadt Dorfen unzureichende, weil viel zu langsame Internetverbindung, so genannte weiße Flecken bestehen, und mit welchem Aufwand beispielsweise auch kleine Weiler und Gehöfte schnelles Internet erhalten können. Als „Idealzustand“ sieht die Stadt einen Anschluss mit Glasfaserleitungen. Ob das realistisch und finanzierbar ist, auch das soll die in Auftrag gegebene Studie zeigen.

Bei der Weiterführung des Breitbandausbaus zur Beseitigung der weißen Flecken, die bislang nicht für einen Ausbau vorgesehen waren, fängt die Stadt wieder von vorne an. Dadurch stehen dafür auch wieder Zuschüsse aus dem bayerischen Breitbandförderprogramm zur Verfügung. Dorfen kann hier mit maximal 950 000 Euro Fördergeldern rechnen. Möglicherweise gibt es auch die Möglichkeit, Fördermittel vom Bund zu erhalten. Auch das soll geprüft werden.

SPD-Stadtrat Heiner Müller-Ermann wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass dies zeige, dass der Vorwurf, die Stadt habe durch den beschlossenen eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau durch die Stadtwerke auf eine Millionen Euro Fördergelder verzichtet, nicht stimme. Was Ermann allerdings nicht erwähnte: Für den Bereich des Breitbandausbaus, den die Stadtwerke übernommen haben, gibt es auch keine Fördergelder. Diese fließen nur für die jetzt beschlossene Weiterführung der Internet-Trasse in die ländlichen Bereiche. Und dies hat mit den Glasfaserleitungen, die von den Stadtwerken verlegt werden, gar nichts zu tun.

Rubriklistenbild: © dpa

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