Große Überraschung: WM in Katar 2022 wohl nicht mit 48 Teams

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Laute B 15: Bei durchfahrenden Autos verbreitet sich der Lärm auf der Jahnstraße linear. Wenn aber die Ampel an der Kreuzung mit der Rosenaustraße (rechts oben) installiert ist, dann kommt es durch anfahrende Autos zu einer wellenförmigen Ausbreitung – und einem Pegel von rund 75 db (blau) in der vordersten Häuserfront.  Problemstelle ander Lidl-EinfahrtFlüsterasphaltgegen Lärm

Drei Stunden Debatten über die B 15

Nicht reif für die Insel

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Der Stadtrat Dorfen hat seinem Namen als Debattierclub wieder einmal alle Ehre gemacht. Die Umgestaltung der B 15 im Stadtbereich war Thema in der jüngsten Sitzung. Resultat der rund dreistündigen Diskussion: Es gibt zwei zusätzliche Ampeln, darüber hinaus soll mehr Platz für Radfahrer, Fußgänger und Bepflanzung geschaffen werden.

Dorfen – Der Stadtrat Dorfen hat seinem Namen als Debattierclub wieder einmal alle Ehre gemacht. Die Umgestaltung der B 15 im Stadtbereich war Thema in der jüngsten Sitzung. Resultat der rund dreistündigen Diskussion: Es gibt zwei zusätzliche Ampeln, darüber hinaus soll mehr Platz für Radfahrer, Fußgänger und Bepflanzung geschaffen werden.

Viel diskutiert wurde über den Bereich zwischen Unterem Tor und Etzkapelle. Hier soll die Parallelfahrbahn zwischen Gartenstraße und Etzkapelle verschwinden und damit mehr Platz für Radler und Fußgänger geschaffen werden. Auch für Pflanzen soll genügend Raum sein.

Ausgiebig debattiert wurde über eine Mittelinsel vom Unteren Tor zur Rosenaustraße. Einige Stadträte befürworteten die Insel, da hier der Verkehr abgebremst werde, und forderten zudem Tempo 30 auf Höhe des Kindergartens. Martin Greimel (CSU) meinte: „Ampeln und Inseln geben dem Ganzen eher einen innerstädtischen Charakter und schauen weniger nach Durchfahrtsstraße aus.“

Der andere Teil befürchtete aber, dass der Verkehrsfluss dadurch ins Stocken geraten oder Rettungsfahrzeuge nicht schnell genug durchkommen könnten. So wurde die Insellösung mit 9:11 Stimmen abgelehnt, während alle anderen Vorschläge breite Zustimmung fanden.

Der massive Straßenverkehr auf der B 15 durch Dorfen ist seit Jahren ein großes Thema in der Isenstadt. Bereits vor neun Jahren war ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben worden, bei dem letztlich nichts herausgekommen war.

Danach war lange eine Ortsumfahrung ein Thema, das immer wieder aufflammt, nicht zuletzt in der Diskussion um den Verlauf der B 15 neu. Da auch hier kein Ende in Sicht ist, greifen die Räte nun die Gestaltung der B 15 innerorts an.

Nach Abstimmungsgesprächen mit Staatlichem Bauamt, Landratsamt und der Polizei waren Vorschläge erarbeitet worden, die von Martina Schneider (stadt raum planung), Ulrich Glöckl (Schlothauer & Wauer) und Franz Maget (Accon) vorgestellt wurden. Konkret ging es um drei Bereiche: Verbrauchermärkte Galgenwiese, Isenbrücke (Mühlangerstraße) sowie zwischen Unterem Tor und Rosenaustraße. Der Bereich Angermaier-Kreuzung wurde ausgeklammert, da erst die Erneuerung der Isenbrücke fertig sein muss.

Ein Problempunkt ist die Einfahrt ins Gewerbegebiet, konkret beim Discounter Lidl. Hier befindet sich auch ein roter Multifunktionstreifen in der Mitte der Fahrbahn. Sepp Jung (ÜWG) plädierte für eine Unterführung. Straßenplanerin Schneider äußerte indes Bedenken, da die Unterführung bei rund sechs Prozent Steigung „viel zu lang“ werde. „Ich weiß nicht, wo ich da hinkomme.“

Martin Bachmaier (CSU) gab hier ganz klar einer Ampel, die per Knopfdruck betätigt wird, den Vorzug. „Die erhöht die Sicherheit, während eine Unterführung immer Angsträume bietet.“ Die von den Planern vorgeschlagene Verschiebung der Verkehrsinsel nach Norden fand er „super, das ist deutlich besser als das, was wir haben“. Den roten Mehrzweckstreifen behalten will Ludwig Rudolf (CSU). „Man sollte versuchen, Geh- und Radweg beim Tagwerk auf die gleiche Breite zu bringen“, ergänzte er.

Im Bereich Jahn-, Garten-, Rosenstraße wird es sicher eine Ampel geben. Das hat das Straßenbauamt bereits festgelegt, die Stelle wurde als Unfallschwerpunkt eingestuft. Zehnmal hat es in den vergangenen drei Jahren dort gekracht. „Errichtet wird sie voraussichtlich 2021“, berichtete Bauamtsleiter Franz Wandinger. Verkehrsexperte Glöckl erklärte in diesem Zusammenhang, dass es daher an dieser Stelle keine Abbiegespuren brauche.

Auch der Lärm nehme zu, da anfahrende Autos lauter seien als durchfahrende, doch werde hier Flüsterasphalt aufgebracht, der dies größtenteils kompensieren soll. Unmittelbar an der Straße rechnet Glöckl mit einer Zunahme von rund drei Dezibel. Ursula Frank-Mayer meinte: „Das ist ganz schön viel.“ Als Bürgermeister Hinz Grundner den Tagesordnungspunkt nach rund drei Stunden abschloss, sprach er von einer „schweren Geburt“. Allerdings ist das Baby noch nicht auf der Welt.

Problemstelle an
der Lidl-Einfahrt

Flüsterasphalt

gegen Lärm

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