Rudolf Angermeier war seit 2014 Stadtrat in Dorfen.
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Rudolf Angermeier war seit 2014 Stadtrat in Dorfen.

Nachruf

Tod durch Covid-19: Stadtrat Rudolf Angermeier stirbt nach Corona-Infektion

  • Anton Renner
    vonAnton Renner
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Stadtrat Rudolf Angermeier ist tot. Der 67-Jährige starb nach einer Corona-Infektion an einer Covid-19-Erkrankung. „Er wird uns sehr fehlen“ so die Wählergemeinschaft.

Dorfen – Hilfsbereit, korrekt, engangiert, bescheiden. Das sind Wesensarten, die Rudolf Angermeier geprägt haben. Der Dorfener Stadtrat ist jetzt völlig unerwartet mitten aus dem Leben gerissen worden. Der 67-Jährige hat sich mit dem Coronavirus infiziert und ist daran gestorben.

Der Rudi, wie er von seinen Freunden genannt wurde, war ein Mensch vom alten Schlag – und das im besten Sinne. Sein Wort zählte, hatte Bestand. Angermeier war Familienmensch, aber er fand auch die Zeit, sich zu engagieren. Beim Eibacher Soldaten- und Kameradschaftsverein war er seit 1997 Vorsitzender. Die Grausamkeiten des Krieges nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, sich für den Frieden einzusetzen, das lag ihm am Herzen.

Tod nach Corona-Infektion: Dorfener Stadtrat stirbt an Covid-19

2014 wurde Angermeier dann über die Liste der Eibacher Wählergemeinschaft (EWG) in den Stadtrat gewählt. Zu ihm konnte jeder kommen, um sich Rat zu holen oder um Hilfe zu bitten. Angermeier wies niemanden ab. Mit seiner ruhigen und bescheidenen Art war ihm das Vertrauen der Menschen schnell sicher.

Bevor er vor Jahren in den Ruhestand ging, war Angermeier beruflich bei der Deutschen Bahn als Lokführer tätig. Er fuhr ICE-Züge durch ganz Deutschland.

Corona-Infektion bei Stadtrat Rudolf Angermeier: Er hatte einige Vorerkrankungen

Angermeier hatte einige Vorerkrankungen. Deshalb hatte sich der in Geierseck lebende Stadtrat auch zur Corona-Impfung angemeldet. „Er hat schon Angst gehabt und auf die Spritze so gewartet“, berichtet seine Ehefrau Marianne, die Angermeier 1979 geheiratet hat. Doch das Coronavirus schlug erbarmungslos zu. Die ganze Familie erkrnakte an Covid-19. Für Rudi Angermeier endete die Infektion tödlich. „Es ist furchtbar schnell gegangen“, und das, obwohl die Symptome gar nicht so schlimm gewesen seien.

Christian Unterreitmeier von der Eibacher Wählergemeinschaft (EWG) ist über den plötzlichen Tod des langjährigen EWG-Aushängeschildes schockiert. „Der Rudi hat sich mit Freude und Engagement für Eibach und ganz Dorfen eingesetzt“, lobt der EWG-Chef. Er sei „extremst ehrenamtlich engagiert“ gewesen, auf ihn habe man sich immer verlassen können. „Auch wenn es schwierig wurde, der Rudi hat immer versucht, einen Konsens zu finden. Er wird uns sehr fehlen“, so Unterreitmeier über seinen Stellvertreter.

Der Verstorbene hinterlässt neben seiner Ehefrau auch seine zwei Söhne Robert und Martin sowie Enkeltöchterchen Miriam. Der Termin für die Beisetzung Angermeiers steht noch nicht fest.

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