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Der Isenauenpark im Frühling: Dann blühen dort viele Blumen. Mit der Landesgartenschau in Dorfen könnte das Areal entlang der Isen ein Paradies werden.

Einstimmiger Beschluss

Stadtrat sagt Ja zur Landesgartenschau

Selten einstimmig hat sich der Dorfener Stadtrat für ein Großprojekt ausgesprochen. Die Stadt bewirbt sich für die Ausrichtung der Landesgartenschau der Jahre 2024 bis 2026. Die Leistungsschau wird als „große Chance“ gesehen.

Von Hermann Weingartner

Dorfen – Die Ausrichtung einer Landesgartenschau wäre organisatorisch und finanziell eines der größten Vorhaben der Stadt in den vergangenen Jahrzehnten. In einer Größenordnung von 3,5 bis zehn Millionen Euro, bei 50 Prozent Förderung, kosteten anderswo solche Veranstaltungen, berichtete Bauamtsleiter Franz Wandinger im Plenum. Den ersten Schritt zur Bewerbung ging der Stadtrat einstimmig mit.

Mehrere Stadträte behielten sich vor, sollten die Kosten in der Konzeptphase als „zu hoch“ erachtet werden, sich später anders zu entscheiden. „Im ersten Schritt geht es heute darum, geben wir der Verwaltung das Go oder nicht“, sagte Bürgermeister Heinz Grundner (CSU). Er warb eindringlich für die Ausrichtung einer Landesgartenschau in Dorfen und fand einstimmige Unterstützung. Das Projekt habe „Charme“ und „Strahlkraft“ und sei eine „große Chance“ Räume im Stadtbereich städtebaulich und landschaftlich weiter zu entwickeln. Die Veranstaltung würde eine „erhebliche Organisation“ und „Kraftakt“ bedeuten. Dazu sei ein „mutiger Schritt“ nötig. „Wenn, dann erwartete ich vom Stadtrat ein deutliches Votum dafür“, forderte Grundner. „Blamieren wollen wir uns ned nachher.“ Der Beschluss zur Bewerbung fiel einstimmig.

Wandinger hatte informiert, man habe erst Ende Oktober von den neuen Bewerbungsmodalitäten ab 2023 für eine Landesgartenschau erfahren. Anfang November wurde dann eine Interessenbekundung bei der Gesellschaft zur Förderung der bayerischen Landesgartenschauen mbh abgegeben. Es folgte ein Gespräch mit deren Geschäftsführerin Dagmar Foss in München und dann im Januar in Dorfen. Foss war am Mittwoch in der Stadt, um sich ein Bild zu vor Ort zu machen. Bis 31. Januar war ein „offizieller Beschluss“ verlangt. Ihre Eindrücke werde Foss am 9. Februar in ihrem Fachbeirat vortragen. Der entscheide, ob auch Dorfen unter den Bewerbern dabei ist. Wenn ja, müsse eine Bewerbung mit konkretem Konzept erarbeitet und bis 29. Juni abgegeben sein. Die Kosten dafür nannte Wandinger mit bis zu 50 000 Euro. Im Juli werde endgültig entschieden, so Wandinger. Bis zur nötigen Gründung einer GmbH könnte die Stadt jederzeit aussteigen.

In den Stadtratsfraktionen wurde das Thema intensiv diskutiert, wie die Sprecher äußerten. „Gute Idee“, „interessant“, „kann was Gutes werden“, kommentierten die Fraktionen einmütig. Es würde damit etwas Nachhaltiges für Dorfen geschaffen werden. Als Fläche ist vor allem das Areal am Hochwasserbecken Süd im Gespräch. Bedenken gab es von allen Fraktionen nur zu den noch völlig offenen Kosten. Im Zeitraum 2024 bis 2026 könnten dazu Millionen Euro beim zweigleisigen Bahnausbau fällig werden. Simone Jell (SPD) sagte, sollten sich die Kosten „exorbitant entwickeln, dann bin ich später dagegen“. Das sah auch die große Stadtratsmehrheit ähnlich.

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