Baugebiet in Grüntegernbach

Stadtrat schafft mehr Wohnraum

Wohnbebauung soll auch in den Außenbereichen der Stadt Dorfen möglich sein. In Grüntegernbach, am östlichen Dorfgebiet, soll nach fast sechs Jahren Planung diese Bebauung nun ermöglicht werden.

Dorfen – Erstmals hatte sich der Dorfener Stadtrat im Jahr 2010 mit dem neuen Bebauungsgebiet „Grüntegernbach Ost“ befasst. Jetzt wurde endlich ein Aufstellungsbeschluss gefasst und die Verwaltung beauftragt, mit dem Vorentwurf in die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung zu gehen.

Schon mehrmals war in dem Bereich eine Bebauung geplant, berichtete Bauamtsleiter Franz Wandinger den Stadträten. In das Baugebiet wurde nun ein drittes Areal aufgenommen, das jetzt insgesamt rund 2,4 Hektar groß ist. Der Bereich liegt östlich, zwischen dem Bolzplatz bei der Schule sowie dem Feuerwehrhaus und Friedhof, reicht nördlich bis an die Hauptstraße (ED 2086) und südlich bis zur Grünbacher Straße. Die weitere Aufnahme von vier Grundstücken sei „zweckmäßig, um eine städtebauliche Gesamtschau zu erhalten“, erläuterte Bauamtsleiter Wandinger.

Für die Bebauung innerhalb von vier geplanten Baugebietszonen sind zweigeschossige Baukörper vorgesehen. In der Mitte ist in West-Ost-Ausrichtung eine durchgehend große Grünfläche geplant. Die Sichtachse zur Kirche werde durch die neue Bebauung nicht beeinträchtigt, meinte Wandinger, was nicht alle Stadträte so sahen.

Im Sinne der geforderten Innenraumverdichtung wurden auch die großen Grundstücksgrößen moniert, die zwischen rund 600 und 1200 Quadratmetern liegen. Strittig war, ob man auch Geschosswohnungsbau brauche. Gerald Forstmaier (GAL) betonte, Mietwohnungen brauche es nicht nur in Dorfen. Er forderte zudem aufgrund der großen Baufenster die Bebauung zu verdichten und vier bis fünf Einzelhäuser als Doppelhäuser festzulegen.

Josef Wagenlechner (TEG) von den Landlisten sagte, in Grüntegernbach brauche es keinen Geschosswohnungsbau. „Dafür gibt es keinen Bedarf“, meinte er unmissverständlich, und das passe auch „nicht ins Dorf hinein“. Auf Antrag von Forstmaier wurde beschlossen, dass es in dem Areal Geschosswohnungsbau geben wird. Und die Bebauung soll zur Hälfe aus Doppel- und Einzelhäusern bestehen. Wandinger hatte vorgeschlagen, es den Bauherrn zu überlassen, ob sie ein Doppel- oder Einzelhaus, eventuell mit zweiter Wohneinheit errichten möchten. Das erspare nachträgliche Änderungswünsche, die dann jedes Mal eine Bebauungsplanänderung erforderten.

Kein Bebauungsplan im Stadtrat, wo nicht auch die Forderung nach Dachgauben kommt. Diesmal stellte Martin Heilmeier (LDW) den Antrag. Mit 19:4 Stimmen wurde die Festsetzung für den Bau möglicher Dachgauben im ganzen Baugebiet beschlossen.

Hermann Weingartner

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