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Ein Vorschlag von vielen: Das neue Sport-, Freizeit- und Erholungszentrum für Dorfen soll gemäßt den Vorstellungen der Verwaltung bei Rutzmoos im Norden der Stadt entstehen.

VERLAGERUNG DER SPORTSTÄTTEN

Stadtrat vor Jahrhundert-Entscheidung

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Bis zur letzten Minute werden Fakten zusammengetragen. Erst als Tischvorlage gibt die Verwaltung am Mittwochabend im Stadtrat detaillierte Informationen heraus, etwa zum Immissionsschutz bei der Verlegung der Sport-, Erholungs- und Freizeitflächen. Der Druck auf die Stadträte ist groß.

Dorfen – Der Stadtrat soll in der Sitzung am Mittwochabend über Verlegung und Neubau der Sport-, Erholungs- und Freizeitflächen entscheiden. Nach Möglichkeit soll das Gremium auch die Entwicklung eines Konzeptes für das derzeit als Sport- und Freizeitflächen genutzte Areal an der Buchbacher Straße in Auftrag geben. Bei der Weichenstellung für die Zukunft der Stadt in diesem Themenbereich liegt ein enormer Druck auf den Bürgervertretern.

Zur Wahl stehen drei Varianten: Die komplette Verlagerung der Sport- und Freizeitflächen an den nördlichen Stadtrand nach Rutzmoos, nur die Verlagerung von Fußballplätzen und Tennisplätzen dorthin oder aber die Aussiedelung von Freibad, Tennisclub und TSV-Plätzen. Seit dem Wochenende liegt auch noch ein Konzept von Ex-Stadtrat Gisbert Becker vor. Der frühere Sportreferent hat vorgeschlagen, ESC-Halle und TSV-Plätze am jetzigen Standort zu belassen, das Freibad aber abzureißen. Dafür sollen am Schulzentrum im Norden Dorfens ein Hallenbad, eine Tennisanlage, ein Golfplatz und eine Mehrzweckhalle gebaut werden. Ob dieser Vorschlag in die Diskussion am Mittwoch im Stadtrat einfließt, ist eher unwahrscheinlich. Es gibt dazu keinen offiziellen Antrag, und der Punkt wurde daher auch nicht auf die Tagesordnung der Sitzung genommen.

Stadtplanerin Martina Schneider vom Büro „Stadt Raum Planung“ in München hat alle Varianten geprüft, vor allem hinsichtlich Lärmschutz, Verkehrstechnik und Städtebau. Auf Grundlage dieser Untersuchungen soll der Stadtrat seine Entscheidung fällen.

Verein für Neubau der Sportstätten

Bei den betroffenen Vereinen scheint allerdings ein Wunsch ganz klar: Sie favorisieren eine Verlagerung nach Rutzmoos und einen Neubau der Sport- und Freizeitanlagen dort. Dies ist laut Angaben von Teilnehmern das Ergebnis eines Treffens von Vereinsvorständen, Schulleitungen und Elternbeiräten im Rathaus. Die Schulen ihrerseits haben demnach die dann weiteren Wege zum Schwimmbad beklagt, aber sich generell nicht gegen eine Verlagerung des Freibades ausgesprochen.

Das hatte sich schon bei der Bürgerversammlung Anfang Mai abgezeichnet. TSV-Präsident Bernd Schmidbauer machte damals klar, dass sein Verein die komplette Absiedelung der Sportstätten an einen neuen Standort präferiere. „Wir müssen doch für Generationen planen, und nicht nur für ein paar weitere Jahre.“ Wenn der Stadtrat

Schutzgebiet ist bereits in Auflösung

jetzt die Chance zur Verlagerung der Freizeit- und Sportstätten nicht nütze, „handelt er fahrlässig“, urteilte Schmidbauer. Und auch ESC-Präsident Emil Rudolf machte klar, dass es für ihn nicht infrage komme, dass das Eisstadion als einzige Sportstätte am Volksfestplatz verbleibe. „Das wäre ein Tod auf Raten. Wenn, dann gehen wir alle raus. Auch, weil nur so Synergieeffekte genutzt werden können“, machte der ESC-Präsident deutlich.

Die geplanten Neubauten der Sportanlagen im Bereich Rutzmoos liegen momentan zum großen Teil noch im Landschaftsschutzgebiet. Der Antrag der Stadt auf Auflösung läuft aber bereits. Die Entscheidung darüber fällt das Landratsamt.

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