Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus

Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus
Bruderschaftstreffen der Nikolaistiftung (sitzend, v. l.): Stiftungskaplan Stadtpfarrer Janusz Gadek, Stiftungsreferent Johann Selmair, Stiftungsvorsitzender Bürgermeister Heinz Grundner, Stadtsprecher Georg Seitz, Niklbruder Rudolf Thalmeier, sowie (stehend, v. l.) Nachrücker Schorsch Stadler, Karl Hollweck, Robert Gerbl (neu), Karl Haberland, Stadtwerkegeschäftsführer Karl-Heinz Figl, Georg Brennauer, Revierjäger Martin Heigl, Alfons Obermaier, Martin Eiglsperger sen., Thomas Thalmeier, Konrad Obermeier, sowie die Neuaufnahmen Martin Eiglsperger jun. und Thomas Wastl. Foto: prä

Nikolaistiftung

Starke Bruderschaft hilft den Schwachen

Dorfen – Die städtische Nikolaistiftung ist eine wichtige Säule im sozialen Netzwerk der Stadt Dorfen. Laut Satzung sind die Stiftungsmittel für mildtätige und soziale Zwecke zugunsten unverschuldet in Not geratener Dorfener Gemeindebürger einzusetzen.

Erstmals musste die jährliche Bruderschaftsversammlung am Nikolaustag im Sparkassensaal stattfinden, weil das Rathaus bekanntlich wegen des Neubaus bereits geräumt ist. Der Stiftungsvorstand und Bürgermeister Heinz Grundner berichtete über die Finanzen der Sozialstiftung, begann aber mit der traurigen Pflicht drei Todesfälle bekannt zugeben.

Erst kürzlich war die Leiterin der Zentralen Dienste im Rathaus und Nikolai-Stiftungssekretärin Irmgard Beyer (wir berichteten) „allzu früh nach einer heimtückischen Krankheit verstorben“, erinnerte Grundner nach einer Gedenkminute. Trotzt ihrer schweren Krankheit habe sich Beyer „noch um ihre Aufgaben gekümmert“. Durch den doch plötzlichen Tod der Stiftungssekretärin habe die Jahresrechnung 2015 nicht fertiggestellt werden können: „Das wird derzeit aufgearbeitet“.

Verstorben ist auch der langjährige Revierjäger, Edgar Kreuzmair, berichtete Grundner. Er habe sich „stets über das Normale um Wald und Wild bemüht“. Und schließlich sei aus der zwölfköpfigen Nikolai-Bruderschaft Karl Bauer gestorben. Nachrücker ist Robert Gerbl. Ein weiterer Nachrücker ist Pater Janusz Gadek als Stiftungskaplan. Das Amt hat stets der Stadtpfarrer inne. Gadek hat die Seelsorge der Isenstadt heuer neu übernommen.

Grundner berichtete, dass es bei der finanziellen Lage und Entwicklung der Stiftung „keine wesentlichen Veränderungen“ gegeben habe. Die Stiftung stehe weiter auf einer mehr als „soliden Finanzbasis“. Der Stiftungsvorstand nannte die Zahlen von 2015. Das Bilanzvermögen der Stiftung betrug 4,68 Millionen Euro, das Eigenkapital 4,6 Millionen Euro. Die Barmittel der Stiftung betrugen rund 630 000 Euro. Das Vermögen bilden Grundbesitz und Immobilien, vor allem aber der Nikolai-Stiftungswald.

Die Vermögensverwaltung betätigt sich immer mehr auch im Grundstücks- und Immobilienbereich. Heuer wurde das alte Forsthaus an der Buchbacher Straße verkauft, informierte Grundner. Von der Stadt Dorfen habe die Stiftung in Kloster Moosen das alte Gemeindehaus und Bauhofgelände der ehemaligen Gemeinde Hausmehring gekauft. Am Stiftlring sollen, wie schon in der Breslauer Siedlung, Sozialwohnungen gebaut werden. Die Nikolai-Stiftung unterstütze weiter „viele sozialen Projekte“ in Dorfen, etwa als Träger der Dorfener Tafel, sagte Grundner. Es werde weiter unter anderem Kindern und Jugendlichen von Eltern mit schwachem Einkommen ein Bildungszuschuss gewährt und eine Weihnachtsbeihilfe für sozial Schwache (wir berichteten). Auch die lokale Seniorenbetreuung, Flüchtlingshilfe werde unterstützt.

Seit über 600 Jahren ist der Nikolaistiftungs-Wald mit etwa 104 Hektar (Eigenjagd) die Finanzbasis der Stiftung. 2008 haben die Stadtwerke Dorfen, die ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Stadt ist, die Waldung gepachtet, Bewirtschaftung und wirtschaftliche Nutzung übernommen.

Der scheidende Stadtwerke-Chef und Forstexperte Karl-Heinz Figl gab kurz seinen letzten Waldzustandsbericht. Das Niklholz sei in einen vitalen Zustand, sagte er. Dennoch habe die „Stabilität des Waldes weiter abgenommen“. Das sei seit 2010 zu beobachten. Verantwortlich sei dafür der Klimawandel mit klimatischen Extremen. Er setzte dem Wald sehr zu. Der „Ausfall“ des Winters heuer habe eine extrem starke Vermehrung des Borkenkäfers begünstigt. So sei es wegen des „Käferholzes“ bei der Fichte auch zu keinen regulären Holzeinschlag gekommen. Figl bedankte sich am Ende „für das Vertrauen der Niklbrüder“. Er wünsche sich, dass auch künftig darauf geachtet werde „die Stabilität des Waldes zu erhalten“. Lob und Dank gab es vom Nikolaistiftungsreferent und Stadtrat Johann Selmair. Figl habe „sein Herzblut“ in die Waldarbeit gesteckt.

Auch Grundner bedankte sich für die „gute Arbeit“ Figls. Der Pachtvertrag mit den Stadtwerken werde „fortgesetzt“. Das System habe sich als „gut erwiesen“. Für die künftige Bewirtschaftung des Niklholzes werde derzeit eine qualifizierte Nachfolgeregelung gesucht. Und im Rahmen der Neuverteilung der Zentralen Dienste im Rathaus werde auch der Stiftungssekretär besetzt.

Als neue Bruderschaftsbewerber wurden Betriebswirtschaftsstudent Martin Eiglsperger (26) und Landwirt Thomas Wastl (32) in die Anwärterliste aufgenommen.

Hermann Weingartner

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